Premiere Emma-Theater Studierende zeigen eigene Fassung von Shakespeares Sturm

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Liebeswirren und Magie verbinden (von links) Ariel (Vera Lorenz), Ferdinand (Johann Zumbült), Miranda (Simone Schuster) und Prospero (Bosse Vogt) in Shakespeares „Der Sturm“. Foto: Hermann PentermannLiebeswirren und Magie verbinden (von links) Ariel (Vera Lorenz), Ferdinand (Johann Zumbült), Miranda (Simone Schuster) und Prospero (Bosse Vogt) in Shakespeares „Der Sturm“. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Und wieder ein Stück von Shakespeare: Studierende des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück haben mit einer ganz eigenen Fassung von „Der Sturm“ Premiere gefeiert. Im Emma-Theater dankte es ihnen das Publikum mit Jubel und langem Applaus.

Sie braucht nur am hinteren Bühnenrand zu stehen. Nichts zu sagen. Nichts zu tun. Und trotzdem ist sie präsent. Immer. Isabell Fischer verkörpert den Trinculo auf eine besondere Weise. Seine leichte Komik. Seine stotternde Unsicherheit. Seinen Willen. Seine Sehnsucht. Das transportiert sie, ohne dass ihr anzumerken ist, dass sie spielt. Auch als Claribel macht sie eine gute Figur – nicht nur wegen des schwarzen Glitzerfummels, den sie in dieser Rolle trägt.

Es ist erneut ein Stück von Shakespeare, das sich Studierende des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück für ihre Aufführung im Emma-Theater vorgenommen haben. Dem „Sturm“ entlocken sie nicht nur durch ergänzende Popsongs eine ganz eigene Geschichte. Unter der Spielleitung von Dirk Engler holen sie das Werk aus dem Jahr 1623 ins Heute, ohne dabei den Kern des Stücks und seine feine Sprache zu zerstören.

Prospero (Bosse Vogt) lebt mit seiner Tochter Miranda (Simone Schuster) im Exil auf einer einsamen Insel. Sein Bruder Antonio (ebenfalls Bosse Vogt) hat den Herzog von Mailand aus seiner Heimat vertrieben und nimmt dort nun seine Rolle ein. Auf der Insel sind außer Miranda nur der Luftgeist Ariel (Vera Lorenz) und das Monster Caliban (Sebastian Jüllig) Prosperos Gesellschaft. Während eines Sturms mit ihrem Schiff verunglückt, gelangen aber seine Feinde auf die Insel. Nach einigen Machtspielchen und Liebeswirren überwindet Prospero seine Feinde und kann am Ende nach Hause zurück kehren.

Sieben junge Schauspieler verkörpern die zwölf Rollen sehr überzeugend. Dabei haben die Studierenden während der Proben zu einer Einheit zusammengefunden, in der jeder auf seine Weise glänzen kann. Allen voran auch Christian Rosprim als Stephano/Gonzalo.

Erneut ist das Stück in Kooperation mit der Universität Osnabrück entstanden. Unter der Leitung von Barbara Kaesbohrer sorgten Studierende des Fachbereichs Kunst/Kunstpädagogik für Bühne, Kostüme und Video, die das Spiel der Schauspieler präzise unterstützten.


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