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18.03.2018, 18:28 Uhr ZUNAHME WIRD BEFÜRCHTET

Was tun gegen Fake News in den Medien?

Kommentar von Dr. Stefan Lüddemann

Der Begriff „Fake-News“ für Falschnachrichten ist 2017 in Berlin im neuen Duden zu sehen. Foto: dpaDer Begriff „Fake-News“ für Falschnachrichten ist 2017 in Berlin im neuen Duden zu sehen. Foto: dpa

Osnabrück. Fake News beschädigen das Vertrauen in die Kommunikation. Sie werden strategisch als Waffe im Kampf um politischen Einfluss eingesetzt. Dagegen hilft nur eine neue Aufklärung.

Fake News beschädigen das Vertrauen in die Wahrheit von Information. Auf diesem Vertrauen beruht aber die Selbstverständigung der Mitglieder einer pluralen Gesellschaft ebenso wie auf der Möglichkeit, den Gehalt von Informationen kritisieren zu können. Kommunikation hat wahrhaftig und authentisch zu sein. Nur dann hat sie Anspruch auf Geltung.

Vor diesem Hintergrund begeht derjenige, der Fake News verbreitet, kein Kavaliersdelikt, sondern eine gefährliche Täuschung. Wer bewusst Falsches berichtet, verschiebt den Fokus von der Wahrheit auf die Wirkung, ersetzt Orientierung durch Manipulation. Genau das lässt mit der Glaubwürdigkeit auch den ganzen Diskurs erodieren.

Ob Politiker, Geheimdienste oder Populisten: Viele Medienakteure benutzen die falsche Nachricht als Waffe im Kampf um Einfluss. Ganze Teams sind damit beschäftigt, mit gefälschten Infos Menschen in Verwirrung zu stürzen. Wie geht man damit um? Es kommt darauf an, die Frage nach Geltung von wahrhaftiger Information und kritisierbarer Meinung zu stärken. Das Internetzeitalter braucht seine neue Aufklärung. Im Augenblick gehen ihre Errungenschaften eher verloren.


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