Virtueller Austausch EU-Kommission beginnt online Erasmus-Programm

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Der interkulturelle Ausstausch steht beim Erasmus-Programm im Vordergrund. Foto: dpaDer interkulturelle Ausstausch steht beim Erasmus-Programm im Vordergrund. Foto: dpa

KNA Brüssel. Die EU-Kommission hat am Donnerstag den Startschuss für das virtuelle EU-Austauschprogramm Erasmus Plus gegeben. „Die Onlineplattform wird junge Menschen aus der EU mit Gleichaltrigen in anderen Ländern in Kontakt bringen“, sagte Bildungskommissar Tibor Navracsics am Donnerstag in Brüssel.

Ziel des Programms sei die Förderung des interkulturellen Dialogs sowie von Fähigkeiten wie Fremdsprachen, kritischem Denken und Teamarbeit. Bis zum Ende des Mandats der Juncker-Kommission 2019 sollen nach Behördenangaben 25.000 Menschen zwischen 18 und 34 Jahren von dem Programm profitieren.

Als ein mögliches Beispiel nannte Navracsics etwa einen virtuellen Universitätskurs mit Teilnehmern aus Tunesien, Schweden und Spanien. Teilnehmen können nicht nur junge Menschen aus den 28 EU-Mitgliedstaaten, sondern auch aus 9 Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas.

Neben offenen Online-Kursen soll es strukturierte Dialoge unter den Teilnehmern geben. Mögliche Themen sind einem EU-Sprecher zufolge etwa Klimawandel, Religionen oder Geschlechtergerechtigkeit. Wichtig sei der Kommission, dass nicht nur einzelne Studenten, sondern auch Jugendorganisationen profitieren.

Bei Erfolg könnte Erasmus Plus künftig enger mit bestehenden Programmen verknüpft werden. Vorstellbar sei, dass Studenten etwa drei Monate am virtuellen Erasmus-Programm teilnehmen und anschließend drei Monate in einem anderen Land leben. Das Pilotprojekt ist bereits im Dezember gestartet. Erste Ergebnisse sollen im Juni vorliegen.


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