Was unterscheidet Vikander von Jolie? „Tomb Raider“: Lara Croft ohne Wonder-Bra

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„Tomb Raider“ mit einer Action-Heroine von heute: Alicia Vikander übernimmt die Rolle der Lara Croft – und lässt den Push-up weg. Foto: Ilze Kitshoff/Warnert Bros„Tomb Raider“ mit einer Action-Heroine von heute: Alicia Vikander übernimmt die Rolle der Lara Croft – und lässt den Push-up weg. Foto: Ilze Kitshoff/Warnert Bros

Berlin. In der Neuauflage von „Tomb Raider“ erbt Alicia Vikander von Angelina Jolie die Rolle der Lara Croft. Wie hat sich das Bild der Action-Heroine in den letzten 17 Jahren verändert?

Angelina Jolie: die erste Lara Croft

2001 machte Angelina Jolie „Tomb Raider“ zum erfolgreichsten Action-Film mit einer Frau im Zentrum. Ihre Feinde bedrohte Lara Croft damals nicht nur mit Schnellfeuerwaffen, sondern auch mit einer stahlharten Oberweite. Jolie machte Witze, dass sie eine Körbchengröße unter dem Vorbild aus dem Computerspiel lag. Ausstopfen musste sie ihren BH aber trotzdem.

Was ändert sich bei „Tomb Raider“?

Filme wie die „Tribute von Panem“ haben seitdem nicht nur den Kassenrekord eingestellt, sondern auch das Bild der Action-Heroine verändert. Für Roar Uthaugs Neuauflage bedeutet das eine Drosselung der Übermensch-Attitüde – beim Sex und bei der Gewalt, bei Frauen und Männern. (Das eigentliche Oben-ohne-Pin-up des ersten Films war Daniel Craig.) Nun wird Lara Croft von Alicia Vikander gespielt, und im biografischen Rahmen deckt die Figur sich mit dem Vorbild. Immer noch weigert die Milliardärstochter sich, an den Tod ihres Vaters zu glauben, und wieder sucht sie sich den verschollenen Archäologen auf einer Abenteuerreise, bei der sie mehr Kunstschätze zerdeppert, als er in seinem ganzen Leben ausgraben konnte.

Alicia Vikander: Lara Croft braucht keinen Push-up mehr

Dabei ist Vikanders Croft viel menschlicher. Jolie meisterte den schwindelnden Wasserfall im triumphalen Kopfsprung, Vikander tut alles, um nicht abzustürzen. Jolie tötete seriell und mit einem Augenzwinkern, Vikander kämpft im Fluchtmodus und ist über ihre erste Leiche ehrlich bestürzt. Und: Sie braucht keinen Wonder-Bra mehr, um schön zu sein.

Ein bisschen hat sich Hollywood also doch weiterentwickelt. Schade, dass es nicht mal bei diesem Stoff für eine Regisseurin gereicht hat. An Vikander hat es sicher nicht gelegen; die hat sogar eine eigene Produktionsfirma gegründet, um Frauen in führende Filmjobs zu bringen.

„Tomb Raider“. USA 2018.R: Roar Uthaug, D: Alicia Vikander, Walton Goggins, Dominic West. 118 Minuten, ab 12. Cinestar, Filmpassage


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