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09.03.2018, 16:17 Uhr KOLUMNE

Hyleen - das Groovewunder aus Frankreich

Von Ralf Döring

Für viele Überraschungen gut: Hyleen, Soulsängerin aus Frankreich mit einer Stimme, die unter die Haut geht. Foto: Mathilde Leclerc & Hadrien BesseFür viele Überraschungen gut: Hyleen, Soulsängerin aus Frankreich mit einer Stimme, die unter die Haut geht. Foto: Mathilde Leclerc & Hadrien Besse

Osnabrück. Es macht nichts, Hyleen nicht zu kennen. Wer ihre Stimme aber einmal gehört hat, wird sie nicht mehr vergessen. Wer‘s überprüfen will, sollte sich das Album „B-Side“ zulegen.

Hyleen ist jung, 27 Jahre alt, sie singt mit einer fantastischen Soulstimme – und vermutlich kennt sie in Deutschland kein Mensch. Aber sie arbeitet an ihrer Karriere: Das neue Album „B-Side„ ist auf dem Markt, und im Frühjahr folgt die Tour durch deutsche Clubs und Konzerthallen. Bis es soweit ist, müssen wir uns mit der CD begnügen, aber auch die bereitet schon ausgesprochen großes Vergnügen. Das liegt zum einen an ihrer schwarzen Stimme, aus der die Energie auch dann herausklingt und -strahlt, wenn sie einen in leisen Balladen umgarnt. Die meisten der 13 Songs prägt aber der packende Groove: Moderner Soulfunk mit Jazzanleihen der durch Hammond- und E-Piano-Sounds fest in der Tradition wurzelt. Dabei beschwören die Arrangements die Lücke dazwischen: Jeder Ton sitzt exakt an seinem Platz, und ihr perfekter Minimalismus klingt, als hätte Prince Pate gestanden. Gleichzeitig weiß man nie, welcher Akkord, welcher Einfall hinter der nächsten Ecke lauert: Hyleen überrascht permanent. Großartig.


Hyleen: „B-Side“. CD, ersch. auf La Note Bleue/ edel kultur

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