Kommentar: Musik und Schule Singen verbindet

Meine Nachrichten

Um das Thema Kultur Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Liederabend auf hohem Niveau: Christoph Prégardien und Michael Gees interpretieren „Dichterliebe“ von Schumann. Foto: David EbenerLiederabend auf hohem Niveau: Christoph Prégardien und Michael Gees interpretieren „Dichterliebe“ von Schumann. Foto: David Ebener

Osnabrück. Der Sänger Christoph Prégardien hat recht: Das Singen lässt sich in jungen Jahren mühelos lernen und komplexeres musikalisches Wissen darauf aufbauen. Wer diese Chance verspielt, weil vor allem der Unterricht in musischen Schulfächern ausfällt, muss mit einem schleichenden Kulturverlust rechnen – ein Kommentar.

Was Hänschen nicht beizeiten lernt, wird Hans links liegen lassen. Zumal Singen und Verstehen von klassischer Musik nicht zu den Fähigkeiten gehört, um den Alltag zu bewältigen.

Dabei ist gemeinsames Singen ein so unglaublich verbindendes Erlebnis. Ganz nebenbei werden Melodien- und Textkenntnisse von Liedern gefestigt. Wer schon selbst mehrstimmig gesungen hat, kann sich schnell für einen Liederabend begeistern. Für die sich ergänzenden und leicht heraushörbaren Rollen etwa von Klavier und Stimme in Schuberts „Winterreise“. Gerade der Tenor Prégardien bringt es für die „Winterreise“ zu überzeugenden Nuancen des Ausdrucks.

Singen, musizieren und halbwegs qualifiziert zuhören zu können ist eine so einfache Quelle der Freude. Die Schule sollte sie nicht verdorren lassen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN