Gefahr eines Kulturgutverlusts Tenor Prégardien: Musische Fächer stärken

Von epd

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Musik sei für die Entwicklung von Kindern wichtig, sagt Christoph Prégardien. Foto: David EbenerMusik sei für die Entwicklung von Kindern wichtig, sagt Christoph Prégardien. Foto: David Ebener

Frankfurt. Der Tenor Christoph Prégardien sieht in der Vernachlässigung musischer Unterrichtsfächer die Gefahr eines Kulturverlusts.

Dass das Lied in den Konzertsälen heute weniger präsent sei, habe auch kultur- und bildungspolitische Gründe, sagte der Kölner Gesangsprofessor. In den Schulen sei Musik eher in den Hintergrund geraten: „Wenn etwas ausfällt, dann sind es Fächer wie Kunst, Musik oder auch Religion, die als nicht so wichtig erachtet werden.“

Klassik sei schwer zu verstehen, sagte der Opernsänger Prégardien, der selbst auch Konzerte mit Liedern etwa von Schubert, Schumann oder Hugo Wolf gibt. Das Singen mit Kindern sei nicht nur für deren Entwicklung wichtig, sondern eine Voraussetzung dafür, dass sie später mit komplexer Musik umgehen könnten.

„Singen sollte eigentlich eine natürliche Äußerung für jeden jungen Menschen sein“, sagte der Tenor. Dafür habe auch das Lied-Projekt des Carus-Verlags Aufmerksamkeit geweckt. Carus hat seit 2009 eine Reihe von CDs und Notenbüchern zu Wiegenliedern, Volksliedern und Weihnachtsliedern herausgebracht.

Es gebe also eine Gegenbewegung, sagte Prégardien. „Es entsteht schon ein neues Bewusstsein, dass Singen wichtig ist.“ Neue Initiativen versuchten, Musik in Schulen zu fördern, sodass auch ein Publikum nachwachse. Aber in der Schulpolitik der Kultusminister sei diese Bewegung noch nicht angekommen.


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