Kommentar: Grenze zu Mexiko Schandmal

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Malerei als friedlicher Protest gegen die Abschottungspolitik: Der Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA. Foto: dpaMalerei als friedlicher Protest gegen die Abschottungspolitik: Der Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA. Foto: dpa

Osnabrück. Grenzen trennen, aber sie können auch einen – so lautet das Leitmotiv einer Schmuckausstellung im New Yorker Museum of Arts. Den Satz aus dem Munde des mexikanischen Poeten und Diplomaten Octavio Paz haben die Künstler aber nur sehr begrenzt umsetzen können – ein Kommentar.

Grenzen trennen, aber sie können auch einen – so lautet das Leitmotiv einer Schmuckausstellung im New Yorker Museum of Arts. Den Satz aus dem Munde des mexikanischen Poeten und Diplomaten Octavio Paz haben die Künstler aber nur sehr begrenzt umsetzen können. Durch die Beteiligung von Kunstschaffenden aus Mexiko, den Vereinigten Staaten, Lateinamerika und Europa reicht das Projekt zwar weit über Ländergrenzen hinaus. Doch soll die Quelle der Inspiration für die Schmuckstücke ausgerechnet die amerikanisch-mexikanische Grenze sein. Die aber wird unter US-Präsident Donald Trump immer mehr zu einem Bollwerk mit dem Ziel der totalen Trennung. Trotz massiver Proteste von Menschenrechtlern und Umweltschutzgruppen hält Trump an seinem Wahlversprechen fest, dort eine Mauer zu bauen.

Ein 100-Meilen-Streifen ist bereits heute eine gut bewachte Hochsicherheitszone. Beim Überqueren kommen immer wieder Menschen ums Leben. Die häufigsten Todesursachen sind Unfälle, Schussverletzungen und Verdursten.

Letzteres hat der Amerikaner Kevin Hughes in seinem Beitrag zur Ausstellung zum Thema gemacht: Sein Anhänger besteht nur aus dem Griff eines Wasserkanisters. So ist ein Schmuckstück entstanden, das vor allem ein Schandmal ist.


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