Ausblick auf das Programm Leipziger Buchmesse 2018: Lesefest für das Publikum

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Leipzig. Was bringt die Leipziger Buchmesse 2018? Ein Ausblick auf das Lesemarathon mit berühmten Namen von Arno Geiger bis Bernhard Schlink und spannende Debattenformate.

Über 2500 Aussteller, 2600 Veranstaltungen und vor allem jede Menge Lesungen an 550 Orten: Die Leipziger Buchmesse präsentiert sich auch 2018 wieder als Lesefest für das große Literaturpublikum. „Wir rechnen wieder mit bis zu 280000 Besuchern“, zitiert Julia Lücke, Sprecherin der Buchmesse, die Zahl von 2017. Unter dem gewölbten Glasdach werden sich auch in diesem Jahr wieder die Besucher tummeln. In Leipzig können Autorinnen und Autoren aus der Nähe erlebt werden. Das macht Charme und Atmosphäre der Messe unter dem gewölbten Glasdach aus. Hier weiterlesen: Hat das Lesen noch eine Zukunft? Eine Umfrage auf der Buchmesse.

Von Geiger bis Schlink

So werden vor allem die Auftritte von Arno Geiger, Bernhard Schlink und Hans-Joachim Schädlich mit Spannung erwartet. Geiger liest am 15. März aus seinem neuen Roman „Unter der Drachenwand“, einer Studie aus dem Kriegsjahr 1944. Am gleichen Tag kommt Bernhard Schlink nach Leipzig und liest aus seinem neuen Buch „Olga“. Schädlich wird für den 17. März erwartet. Der Romancier trägt dann aus „Felix und Felka“, einem biografischen Roman über das in Auschwitz ermordete Malerpaar Felix Nussbaum und Felka Platek vor. Hier weiterlesen: Buchmesse - die Politik ist zurück.

Promis auf dem Blauen Sofa

Akzente wird wieder die Lesereihe auf dem Blauen Sofa setzen. Prominente Autoren wie Nora Gomringer, Gretchen Dutschke, der Politologe Herfried Münkler oder der Philosoph Slavoj Zizek werden auf dem Sofa Platz nehmen. Debattenthemen der Zeit stehen in der Reihe „Gedanken sind bunt“ von Ausstellern auf dem Programm. Themen sind dabei Meinungsfreiheit und die #MeToo-Debatte. Zeitthemen stehen auch bei weiteren Lesungen im Fokus. So werden der Marx-Experte Jürgen Neffe und Heinz Bude, Historiker der 68er-Bewegung, in Leipzig erwartet. Hier weiterlesen: Daniel Kehlmanns „Tyll“ - ein virtuoses Epochenbuch.

Zum letzten Mal „Europa 21“

Zum dritten und letzten Mal wird in diesem Jahr das Format „Europa 21“ stattfinden. Unter der Leitung des Kurators Mohamed Amjahid heißt die Frage der letzten der drei Diskussionsreihen nun „Sind wir wirklich die Besten?“. In sechs Foren soll den Angaben der Messe zufolge kritisch nach Vergangenheit und Zukunft Europas gefragt werden. Zum„Europaduell“ im Zeitgeschichtlichen Forum wird unter anderen Adam Szymczyk erwartet. Szymczyk hatte als Leiter der Documenta 14 den Fokus der Weltkunstschau 2017 nach Athen verlagert. Hier weiterlesen: Über welche Bücher werden wir reden? Ein Ausblick auf das Literaturjahr 2018.

Politische Bildung für Kinder

Besonders stolz sind die Leipziger auch auf die Politik- und Medienbildung, die extra für Jugendliche angeboten wird. Nach den Worten von Julia Lücke geht es in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung und weiteren Partnern darum, jungen Messebesuchern Themen wie Zivilcourage oder Digitalisierung nahezubringen. „Wir setzen dabei nicht so sehr auf klassische Formen wie Diskussionsrunden, sondern setzen Formate wie einen Democracy Slam ein“, sagt die Sprecherin der Buchmesse. Hier weiterlesen: Erich Kästners Kriegstagebuch in neuer Ausgabe.


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