Ein Bild von Dr. Stefan Lüddemann
22.02.2018, 17:31 Uhr ARCHIV IN DER PLANUNG

Frischer Energiekreislauf für die Documenta

Kommentar von Dr. Stefan Lüddemann

Zentraler Ort der Documenta: Das Kasseler Fridericianum mit dem Werbeplakat der documenta 14 von 2017. Foto: dpaZentraler Ort der Documenta: Das Kasseler Fridericianum mit dem Werbeplakat der documenta 14 von 2017. Foto: dpa

Osnabrück. Der Streit um das Budget der Documenta war gestern. Jetzt laufen die Planungen für das Archiv der Weltkunstschau. Ein Signal ihrer Vitalität.

Krise der Documenta? Der Fehlbetrag im Budget der letzten Ausgabe hat die Weltkunstschau ins Gerede gebracht. Skeptiker sahen schon die Unabhängigkeit des Kulturformates verspielt. Die aktuellen Planungen zu einem eigenen Institut zeigen nun aber, dass die Documenta lebt. Sie soll nicht nur besser erforscht, sondern auch kontinuierlicher wahrgenommen werden können. Hier weiterlesen: Parcours durch Athen - Performances der Documenta 14.

Damit wird das ganze Kunstformat gestärkt werden. Die Documenta bekommt einen neuen Ankerplatz. Das Archiv bietet Stoff für jede neue Ausgabe der Schau. Mit dem Haus erhält ein künstlerischer Energiekreislauf frischen Schwung. Hier weiterlesen: Von Monroe bis Jagger - wie Fotos und Instagram-Bilder Stars machen.

Kassel ist mit diesem Projekt übrigens nicht allein. Münster wertet das Archiv der dort angesiedelten Skulptur Projekte auf. Gemeinsam mit den in der Stadt platzierten Skulpturen ergibt sich so eine starke Bühne für zeitgenössische Kunst. Ob Münster oder Kassel – die Archive der verwandten Kunstschauen geben Aufschluss über die Geschichte einer Gegenwart, die ohne Kunst kaum noch zu verstehen ist. Krise der Documenta? Nicht wirklich. Hier weiterlesen: Epochenjahr 1968 - der Studentenprotest und seine Folgen.