Ausverkauftes Gerry Weber Stadion Comeback-Tournee 2018: Die Kelly Family in Halle

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Osnabrück. Sie sind zurück auf der Bühne: Die Kelly Family. Auf ihrer „We Got Love“-Comeback-Tournee machten die Kellys auch Stop im ausverkauften Gerry Weber Stadion in Halle und nahmen die Fans mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Die letzten Fans saßen noch nicht, da ging pünktlich um 19 Uhr das Licht im Gerry Weber Stadion aus und kleiner Einspiel-Film erinnerte an die Geschichte der Kelly Family und das Comeback im vergangenen Jahr in Dortmund.

(Weiterlesen: Die Kelly Family ist zurück auf der Bühne: Comeback-Konzerte in der Westfalenhalle Dortmund)

Unter dem Jubel der 7000 Fans im ausverkauften Gerry Weber Stadion in Halle/Westfalen kamen Angelo, Jimmy, Joey, John, Kathy, und Patricia Kelly und ihre sechs Gastmusiker auf die Bühne und legten direkt los. Mit „I can’t stop the love“ eröffnet Jimmy Kelly, der die Rolle vom abwesenden Michael Patrick „Paddy“ Kelly übernommen hat, stimmungsvoll das Konzert. Im Anschluss übernehmen Joey und Patricia Kelly das Mikrofon.

Während das Publikum bei der Eröffnungsnummer noch eher verhalten reagiert, gehen die Fans bei der Rocknummer „Why, why, why“ und der romatischen Ballade „First Time“ mit. Es ist auffällig, dass Fans und Band sich erst wieder aneinander gewöhnen müssen. Als John Kelly sein Lied „Red Shoes“ beendet, wirkt der Applaus fast schon höflich.

Ein wenig skurril wirkte der Bühnenaufbau im Gerry Weber Stadion. Das Stadion gehört sicherlich zu den kleinsten Arenen, welche die Kellys auf Ihrer Comeback-Tournee spielen und der Laufsteg sowie die kleine Extrabühne in der Mitte ragen soweit in den Innenraum hinein, das anschließend nicht mehr viel Platz für Fans blieb. Statt einem großen Publikum im Innenraum spielte die Kelly Family fast schon direkt gegen die Tribünen.

Die irisch-amerikanische Band sorgte aber immer wieder gekonnt für Gänsehaut-Momente. Als die ersten Akkorde ihres wohl bekanntesten Hits „An Angel“ erklingen, ist die Menge sofort da und singt jedes Wort lautstark mit.

Auch die anschließende musikalische Reise durch die familiäre Vergangenheit in Frankreich, Spanien und den USA auf der kleinen Bühnen in der Stadionmitte wird von den Fans bejubelt. Hier kommt auch Paul Kelly, der die Band in den 80er-Jahren verließ, um in Frankreich als Koch zu arbeiten, auf die Bühne. Dieses kleine Akustik-Set bildete den Abschluss des ersten Teils der Show.

Im zweiten Teil der Show brauchten Publikum und Band wieder zwei Lieder, um zueinanderzufinden. Der laute Knall der Konfettikanonen bei „Nanana“ vom 1996er Album „Almost Heaven“ weckte die Fans. Zu den Highlights des zweiten Teils gehörte das mitreißende Schlagzeug-Solo von Angelo Kelly.

Beim anschließenden „Fell in Love with an Alien“ übernimmt dann auch erstmals das Publikum von sich aus den Gesangspart. Und auch der einzige Nummer-Eins-Hit der Band in Deutschland „I Can’t Help myself“ durfte nicht fehlen. Angelo Kellys Liebeserklärung an seine Frau sorgte für Gänsehaut unter der zumeist weiblichen Fans.

Am Ende der fast drei Stunden waren die Fans aber versöhnt. Die Kelly Family ist wieder da, schon immer hingehört hat: auf die Bühne.


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