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14.02.2018, 15:58 Uhr KOMMENTAR

Berlinale 2018: Was sind die Themen dieses Festivals?

Kommentar von Daniel Benedict

Genießer: Dieter Kosslick, Direktor der Berlinale, eröffnet den Berlinale Street Food Markt am Potsdamer Platz. Gemeinsam mit dem Bite Club und Slow Food Berlin präsentiert das Kulinarische Kino vom 15. bis 25. Februar 2018 fünf Food Trucks mit internationalem Essen. Foto: Jens Kalaene/dpaGenießer: Dieter Kosslick, Direktor der Berlinale, eröffnet den Berlinale Street Food Markt am Potsdamer Platz. Gemeinsam mit dem Bite Club und Slow Food Berlin präsentiert das Kulinarische Kino vom 15. bis 25. Februar 2018 fünf Food Trucks mit internationalem Essen. Foto: Jens Kalaene/dpa

Berlin. #MeToo ist Thema und die künftige Festivalleitung auch. Und so ganz nebenbei geht es auf der Berlinale auch um Filme. Ein Kommentar.

Die 68. Berlinale beginnt im Zeichen der Selbstreflexion: Die alles überlagernde #MeToo-Debatte hat die Auswahl der Filme schon im Vorfeld geprägt – indem Werke belasteter Männer gar nicht erst eingeladen wurden. Workshops, Diskussionen und ein angekündigtes Manifest tragen das Thema von Macht und sexueller Gewalt durchs Festival. Unter welchen Bedingungen findet kreative Arbeit statt? Das fragen allein im Wettbewerb drei Künstlerfilme, die das Spektrum vom iranischen Kino bis hin zum Verhältnis der Deutschen zu ihren Stars abdecken. Auch die Berlinale selbst steht unter Beobachtung: Im kommenden Jahr läuft der Vertrag von Festival-Chef Kosslick aus. Wer folgt? Und sollte die künstlerische Leitung als eigener Posten ausgegliedert werden? Diese Fragen haben mit einem offenen Brief von 79 Regisseuren unlängst an Dringlichkeit gewonnen.

Der Blick nach innen ändert aber nichts an der Welthaltigkeit der Berlinale: In den nächsten elf Tagen feiert Berlin nicht nur Hollywood-Stars auf dem roten Teppich. Ganz normale Zuschauer werden über 300000 Tickets kaufen – um Filme aus 78 Ländern zu sehen, von Sri Lanka bis Guinea-Bissau. Die internen Diskussionen sind wichtig. Aber dieses im Guten wie Schlechten unüberschaubare Publikumsfilmfest erschöpft sich nicht darin.


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