Der wöchentliche Silberblick Frühstück ohne Nutella ist unvorstellbar

Von Lea Becker

Jedes Glas ein Unikat: Viele Menschen lieben Nutella, bei manchen artet die Leidenschaft für die Nuss-Nugat-Creme aber etwas aus. Foto: Lea BeckerJedes Glas ein Unikat: Viele Menschen lieben Nutella, bei manchen artet die Leidenschaft für die Nuss-Nugat-Creme aber etwas aus. Foto: Lea Becker

Osnabrück. In unserer wöchentlichen Kolumne „Silberblick“ berichtet die Kulturredaktion über mehr oder weniger skurrile Beobachtungen aus Alltag und dem Kulturleben. In dieser Woche geht es um die Liebe zu einer gewissen Nuss-Nugat-Creme.

Ein gewisser schokoladiger Brotaufstrich ist bei vielen Menschen sehr beliebt. Auch ich gehöre dazu. Ich bin ein Nutella-Junkie. Allerdings artete diese Leidenschaft manchmal etwas aus.

Frühstück ohne Nutella ist für mich unvorstellbar. Ich brauche meine tägliche Dosis, sonst werde ich grummelig. Ich löffel die Creme zwar nie pur, aber ich esse schon nach dem Motto „Nutella mit Brot statt Brot mit Nutella“. Ein Reserveglas steht immer im Schrank. Wenn ich verreise, habe ich immer Nutella im Gepäck. Es gibt nichts Schlimmeres, als an einem Frühstücks-Buffet zu stehen, wo es nicht das Original gibt. Das Weekly Pack, sieben Mini-Gläser, ist ein beliebtes Geschenk meiner Freunde. Eigentlich aber auch jedes andere Nutella-Glas. Von meinen Eltern habe ich ein Fünf-Kilogramm-Glasbekommen. Es hat keine drei Monate gehalten.

Jetzt steht es gemeinsam mit 30 anderen Gläsern ausgekratzt auf meinen Küchenschränken. Ich sammel ausgewählte Stücke. Kürzlich hatte Nutella eine Aktion, bei der jedes Glas ein Unikat ist. Der Kommentar meiner Mutter dazu: „Ich glaube, du musst anbauen.“ Im Supermarkt durchwühlte ich dann die Paletten nach den schönsten Exemplaren – eine schwierige Entscheidung. Nach einer halben Stunde hatte ich alle Paletten neu gestapelt und meine Auswahl immer weiter eingeschränkt. Mit fünf Gläsern ging ich schließlich zur Kasse. Meinen Verbrauch spiegelt die Sammlung übrigens keineswegs wieder. Regelmäßig schleppe ich die „normalen“ Gläser zum Container. Fehlt eigentlich nur noch, dass sich meine Haut in die schokoladige Creme verwandelt.