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12.01.2018, 15:46 Uhr KOMMENTAR

Youtube bestraft Internet-Star Logan Paul: Inkonsequent

Von Lea Becker


Die Internetplattform YouTube hat den Internet-Star Logan Paul wegen eines Suizid-Videos bestraft. Screenshot: Lea BeckerDie Internetplattform YouTube hat den Internet-Star Logan Paul wegen eines Suizid-Videos bestraft. Screenshot: Lea Becker

Osnabrück. Die Internetplattform YouTube hat nach dem Skandal um ein Video eines Suizidopfers Konsequenzen gezogen und Internet-Star Logan Paul sanktioniert. Unsere Kommentatorin meint, das ist nicht genug.

Fast zwei Wochen hat es gedauert, bis YouTube auf das geschmacklose Video des amerikanischen YouTube-Stars Logan Paul reagiert. Der 22-Jährige hat laut Medienberichten einen Clip veröffentlicht, in dem er die Leiche eines Selbstmörders zeigte und sich darüber lustig machte.

YouTube zieht nun doch noch Konsequenzen, allerdings nur halbherzig. Pauls Profil mit 15 Millionen Abonnenten ist nicht gesperrt worden. Aber immerhin dreht die Plattform seine Haupteinnahmequelle, den Zugang zum Vermarktungsprogramm „Google Preferred“, zu.

Welche Folgen hat der Skandal um das Video für YouTube? Gerade nach der Debatte um das neue Netzwerkdurchsetzungsgesetz muss YouTube einen Weg finden, geschmacklose oder menschenverachtende Clips schnell zu sperren ohne die Meinungsfreiheit zu gefährden. In Pauls Fall ist das nicht gelungen. Er selbst hat das Video gelöscht, nachdem es sechs Millionen Menschen gesehen haben sollen. So etwas darf nicht passieren.

Der 22-Jährige hat sich für sein Verhalten entschuldigt. Als YouTube-Star hat er viel Macht und Verantwortung. Damit sollte er besser umgehen.


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