Jugend tanzt! Nachwuchs eröffnet Tanzwoche im Osnabrücker Emma-Theater

Von Marie-Luise Braun | 17.06.2019, 18:18 Uhr

Mit der Aufführung „Endlich Tanz! Begann die Tanzwoche des Theaters Osnabrück im Emma-Theater.

Als ein Ausrufezeichen wollte Patricia Stöckemann es verstanden wissen, dass das Theater Osnabrück Aufführungen von Jugendlichen an den Anfang der Tanzwoche 2019 stellt. „Wir beginnen mit der Zukunft auf der Bühne“, sagte die Managerin der Dance Company zu Beginn des Abends „Endlich Tanz!“ im Emma-Theater, der mit langanhaltendem Applaus und Bravo-Rufen endete.

Reduziert, klar und fokussiert präsentierten zunächst sechs junge Tänzerinnen ihre Mischung aus Tanz und Actionpainting „Moving Bodies“. Unter der Leitung der Tanzpädagogin Bettina Escano tanzten Emilia Fietz, Sophie Schröer, Miriam Lorenz, Johanna von Ahlen, Carla Obrock und Elisabeth Bunten zur reduzierten Musik aus Klavier und Cello. Diese schien die Tänzerinnen durch den Raum zu ziehen – sofern sie nicht von hellen Signalklängen unterbrochen und kontrastiert wurde. Dann stoppten die jungen Frauen ihre organisch aufeinander bezogenen Bewegungsfolgen, verharrten oder verfielen für kurze Zeit in extatisch anmutende Bewegungen. Immer auf den Punkt, immer als Einheit wirkend, auch im Kontrast.

Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Charakteren

Premiere feierte der Jugendclub Tanz unter der Leitung von Cristina Commisso mit dem Stück „Tanz, Tanz, nichts zu verlieren“. Die Tänzerin der Dance Company hatte die fünfköpfige Gruppe nach dem krankheitsbedingten Ausfall ihres Kollegen Ohad Fabrizio Ohad weitgehend allein geleitet. Commisso hat die Jugendlichen angeleitet, über Improvisationsübungen, Arbeiten zu wechselnden Tempi, Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Charakteren zu ihrem eigenen körperlichen Ausdruck im Tanz zu finden.

Raumgreifend, fordernd, selbstverloren und doch präsent zeigten Valerie Dürr, Marla Jun Hackmann, Maren Hoffmann, Larson Retzlaff und Jule Brünenkamp ihre Interpretation der Musik. In der Summe bewies der Abend, dass sich das Tanztheater in Osnabrück um Nachwuchs keine Sorgen machen muss.