Interview zur Gamescom-Messe Videospiel-Experte: „Lass deine Eltern mitspielen“

Von Tobias Hanraths, dpa | 22.08.2022, 11:15 Uhr

Videospiele in der Schule? Felix Falk fände das eine gute Sache. Wir haben mit dem Vertreter von Spiele-Entwicklern darüber gesprochen, wie Zocken in Zukunft aussehen könnte - und wie man seine Eltern von dem Hobby überzeugen kann.

Roboter sind in dieser Woche in Köln unterwegs. In der Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen öffnet am Mittwoch eine riesige Messe für Videospiele: die Gamescom. Hunderte Firmen stellen in den Messehallen ihre Spiele vor.

Felix Falk vertritt die Entwickler von Videospielen. Uns sagte er, auf welchen Geräten am meisten gespielt wird. Außerdem erzählte er über Gegenstände, die man in vielen Spielen für richtiges Geld kaufen kann.

Wie sehen Videospiele in 20 Jahren aus?

Felix Falk: „Das wüsste ich auch gerne. Vor 20 Jahren hätte ich auch nicht gedacht, dass Spiele heute so aussehen, wie sie aussehen. Ich glaube aber, dass in 20 Jahren noch mehr Menschen spielen. Und was definitiv passieren wird: Spiele werden in 20 Jahren endlich viel mehr auch in der Schule genutzt werden. Schon heute weiß man, dass sich mit Spielen super gut lernen lässt. Aber leider werden sie noch immer viel zu selten genutzt.“

Auf welchen Geräten wird in Zukunft am meisten gespielt?

Felix Falk: „In Zukunft wird noch immer auf sehr vielen unterschiedlichen Geräten gespielt werden. Heute ist das meistens das Handy, weil das Viele ohnehin immer dabei haben. Aber auch zu Hause im Wohnzimmer, mit der ganzen Familie, wird in Zukunft sicher weiter gespielt werden.“

Welche Rolle werden VR-Brillen spielen?

Felix Falk: „Virtual-Reality-Brillen werden sicher in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Man kann damit ganz besonders gut in Spielewelten eintauchen und besonders kreativ sein. Es wird aber auch nicht so sein, dass wir alle in Zukunft nur noch mit VR-Brillen rumlaufen.“

Warum kann man bei manchen Spielen nur besser werden, wenn man Gegenstände im Spiel kauft?

Felix Falk: „Wenn man in einem Spiel nur besser werden kann, wenn man Gegenstände kauft, dann ist es kein gutes Spiel. Gute Spiele schaffen es, dass man etwas kaufen kann - also einen schicken neuen Umhang für die Spielfigur oder auch einen besonderen Tanz, aber man muss es eben nicht. Denn wenn ich mit dem, was ich kaufe, besser bin als jemand anders, fühlt sich das für viele unfair an.“

Wie überzeuge ich meine Eltern, dass Videospiele cool sind?

Felix Falk: „Meine Eltern überzeuge ich am besten, in dem ich sie mitspielen lasse: indem ich ihnen zeige und erkläre, warum das cool ist, was daran Spaß macht und was mir daran als Hobby wichtig ist.“

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