Klimawandel in den Bayerischen Alpen In Deutschland gibt es einen Gletscher weniger

Von dpa | 26.09.2022, 15:54 Uhr | Update am 26.09.2022

Der Südliche Schneeferner war einer der fünf Gletscher in Deutschland. Doch am Montag teilten Fachleute mit: Die Eisdecke ist so dünn geworden, dass sich das Eis vermutlich nicht mehr bewegen wird.

Normalerweise schieben sich die großen Felder aus Schnee und Eis langsam Richtung Tal. Als Gletscher gelten sie nur dann, wenn sie sich noch bewegen. Der Südliche Schneeferner ist daher kein richtiger Gletscher mehr.

Die Hitze im Sommer hat viel Eis schmelzen lassen

Mitte September zeigten Messungen: Nach dem heißen Sommer ist das Eis an manchen Stellen nicht einmal mehr zwei Meter dick. In zwei Jahren könnte es bereits ganz abgeschmolzen sein, vermuten Fachleute. Dass die Gletscher so schnell schmelzen, hat auch mit dem Klimawandel zu tun.

Auch bei den übrigen vier deutschen Gletschern ist Eis geschmolzen. Sie heißen Nördlicher Schneeferner, Höllentalferner, Watzmanngletscher und Blaueis. Alle vier liegen in den Bergen im Süden Deutschlands.

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