Aufbau eines Spinnennetzes Spinnenseide ist fünfmal fester als Stahl

Von dpa | 30.09.2022, 13:16 Uhr | Update am 30.09.2022

Im Morgenlicht schimmern die Tautropfen. Sie haben sich an einem Spinnennetz gebildet. Auch wenn das Netz zerbrechlich aussieht, sind die Fäden extrem fest. Sie bestehen aus Spinnenseide. Damit können sie fünfmal fester sein als Stahl in der gleichen Dicke. 

Ein Netz zum Jagen

Die Netze müssen auch stabil sein, denn Spinnen jagen damit. Sie spannen die Netze gerne in die Flugbahn von Insekten. Landet etwa eine Mücke im Netz, bleibt sie an den klebrigen Fangfäden hängen. Diese Fäden sind bei einem Radnetz kreisförmig angeordnet. Spinnen versehen die Fäden mit klebrigem Leim.

Signalfäden leiten Bewegungen an die Spinne weiter

Zappelt die Beute, um sich zu befreien, wickelt sie sich immer mehr in das Netz ein. Die Spinne wartet meist geduldig am Rand. Die Bewegungen spürt sie über Signalfäden im Netz. Sie heißen auch Rahmenfäden und befestigen das Netz.

Speichenfäden sind nicht klebrig

Außerdem gibt es noch Speichenfäden. Die Spinne spannt sie vom Zentrum des Netzes nach außen hin sternenförmig auf. Diese Fäden sind nicht klebrig. So gelingt es der Spinne, sich ihrer Beute zu nähern, ohne selbst im Netz festzukleben.

Noch keine Kommentare