Kinder kommen zu kurz Schulen brauchen mehr Lehrerinnen und Lehrer

Von dpa | 18.01.2023, 17:27 Uhr

Eine neue Umfrage zeigt: An vielen Schulen fehlt es an Lehrkräften. Darunter leiden nicht nur Schülerinnen und Schüler. Das Problem lässt sich allerdings nicht so einfach lösen.

Bestimmt hast du diese Situation schon mal in der Schule erlebt: Du hast im Unterricht etwas nicht so richtig verstanden und möchtest bei deinem Lehrer nachfragen. Der ist aber grade mit anderen Schülern beschäftigt oder muss sich noch um andere Dinge kümmern. Vielleicht sind bei dir auch schon Schulstunden ausgefallen, weil kein Lehrer da war. Diese Probleme gibt es an vielen Schulen: Ihnen fehlt es an ausreichend Lehrerinnen und Lehrern, um alle Kinder gut zu unterrichten und zu betreuen. Das zeigt erneut eine Umfrage, die am Mittwoch erschienen ist.

Schulkinder können nicht viele Fragen stellen

Dafür wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Schulleiterinnen und Schulleiter gefragt, wie es an ihren Schulen läuft. Fast sieben von zehn Befragten gaben dabei an, dass fehlende Lehrerinnen und Lehrer zu den größten Herausforderungen gehören. Die Mehrheit der Schulleiter etwa meint, dass ihre Schülerinnen und Schüler deswegen nicht die Unterstützung beim Lernen bekämen, die sie eigentlich bräuchten. Gäbe es mehr Lehrkräfte, hätten Schulkinder zum Beispiel öfter die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder sich von Lehrerinnen und Lehrern Hilfe zu holen.

Deswegen müssten mehr Lehrkräfte an den Universitäten ausgebildet werden, sagt eine Expertin. Doch das sei nicht so einfach. Denn dort fehle es wiederum an Professoren und Professorinnen.

Schulen brauchen auch Mitarbeiter für Büroarbeit und Betreuung

Damit sich die wenigen Lehrerinnen und Lehrer besser um ihre Schulklassen kümmern könnten, brauche es an Schulen auch mehr Menschen aus anderen Berufen, sagt die Expertin. Denn Lehrkräfte müssten sich um viele Dinge kümmern. Neben dem Unterricht korrigieren sie etwa Klassenarbeiten, bereiten den Unterricht vor, behalten die Corona-Regeln im Auge und halten Kontakt zu den Eltern ihrer Schüler. Deswegen brauche es etwa Personal für Büroarbeit oder Psychologen, die Kindern und Familien bei Problemen zur Seite stünden, erklärt die Fachfrau. Die könnten den Lehrkräften viel Arbeit abnehmen.

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