Neue Regeln in vier Bundesländern Ohne Isolationspflicht mit Corona nach draußen gehen

Von dpa | 11.11.2022, 14:58 Uhr | Update am 14.11.2022

Zwei rote Striche auf dem Corona-Test bedeuten: zu Hause bleiben. So war das bislang überall in Deutschland geregelt. Wer sich mit dem Virus angesteckt hatte, sollte nirgendwo mehr hin und niemanden mehr treffen. In der Sprache der Politik heißt das: Isolationspflicht. 

Genau diese Pflicht soll nun in einigen Bundesländern abgeschafft werden. Diese sind Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein. Dort sollen dann andere Regeln gelten. Wie die genau aussehen, war am Freitag noch nicht klar. Aber möglicherweise darf man als infizierte Person dann nur mit Maske aus dem Haus.

Die Regierungen dieser Bundesländer erklärten: Ein großer Teil der Bevölkerung sei nun geimpft und werde bei einer Ansteckung wahrscheinlich nicht so schwer krank. Außerdem gebe es nun bessere Medikamente als zu Beginn der Coronazeit.

Mehr Ansteckungen im Winter

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist nicht glücklich über das Ende der Isolationspflicht. Er sagte, das sei ein Fehler. Jede Woche würden in Deutschland etwa 1.000 Menschen an Corona sterben. Außerdem erwartet er, dass sich im Winter wieder viel mehr Menschen mit dem Virus anstecken.

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