Naturfilm-Festival Palle fragt: Wie werden Schildkröten geboren?

Von Franziska Clauss | 07.09.2022, 18:12 Uhr

Naturfilmer kommen gerade in der kleinen Stadt Eckernförde an der Ostsee zusammen zum großen Naturfilm-Festival Green Screen. Mit dabei: Palle, ein vorwitziger, neugieriger Papageientaucher. Und er findet heraus, wo die kleine Schildkröte auf dem Programm herkommt.

Das GreenScreen-Naturfilmfestivals ist gerade in Eckernförde gestartet. Bis Sonntag gibt es in der Stadt an der Ostsee mehr als 80 Filme zu sehen. Da werden zum Beispiel die Stadthalle, das Ostsee-Info-Center und sogar eine Kirche zu Kinosälen. In den Filmen geht es immer um die Natur, sehr oft um Tiere. Dieses Jahr läuft das Festival wieder „richtig, in echt“ und nicht wie in den beiden Coronajahren mehr online.

Das Programm findest du unter greenscreen-festival.de. Einiges darin ist speziell für Kinder. Da taucht dann auch Palle auf.

Das Kindermaskottchen ist ein Papageientaucher – und zwar ein besonders neugieriger. Für die Kinderseite stellt er Fragen, die die Biologin Fransziska Clauss beantwortet.

Heute fragt Palle: „Auf dem diesjährigen Plakat ist ja eine niedliche Babywasserschildkröte. Wie werden die eigentlich geboren?“

Franziska erklärt: „Ja, auf dem Bild ist eine gerade geschlüpfte Meeresschildkröte. Und hast du gemerkt, ich sagte geschlüpft, also die werden nicht geboren. Alle Reptilien, also Schildkröten, Echsen, Schlangen und Krokodile, legen ihre Eier an Land und die Amphibien, also Lurche, Kröten und Frösche, immer im Wasser.

Die Wasserschildkrötenmütter kriechen mühsam zur Eiablage an Land, schaufeln mit ihren Beinen eine Grube im Sand, legen dort sehr viele Eier rein und schaufeln sie dann wieder zu. Und dann gehen sie zurück ins Meer oder in den See und die Sonne brütet die Eier aus, wenn alles optimal läuft. Oft werden leider auch schon die Eier gefressen oder dann die geschlüpften kleinen Schildkröten, deren Panzer anfangs auch noch ganz weich ist, auf dem Weg über den Strand ins Meer.

Doppelt Glück gehabt

Diese Babyschildkröte hat schon doppelt Glück im kurzen Leben gehabt, also zwei Mal wurde sie schon nicht gefressen. Hoffen wir mal, dass es so weitergeht, denn bis sie groß ist, dauert es noch sehr lange und bis dann bleibt sie ein begehrter Leckerbissen für andere Tiere. Wenigstens hat die Natur da immer vorgesorgt: Viele Eier oder Kinder gibt es immer dort, wo sich die Eltern nicht kümmern und wo viele Junge sterben.“

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