Kindernachricht des Tages Leichtathletik-EM in München: Zu Hause läuft es besser

Von dpa | 19.08.2022, 14:37 Uhr

Enttäuschende WM, erfolgreiche EM: Bei den Europameisterschaften in München läuft es für die deutschen Leichtathleten viel besser als zuletzt. Der Heimvorteil hat aber nicht unbedingt mit den Zuschauern zu tun.

Die Läuferin Konstanze Klosterhalfen ist auf den letzten Metern. Durch das Stadion dröhnt eine Mischung aus Klatschen, Pfeifen und Jubeln. Kurz darauf rennt Konstanze Klosterhalfen als Erste ins Ziel. Sie ist Europameisterin!  

„Ich bin nicht alleine gelaufen“, sagt die Sportlerin hinterher. Sie habe diesen Ton des Publikums gehört. „Das war Wahnsinn.“

Deutsche Leichtathleten erfolgreich

Ähnlich wie Konstanze Klosterhalfen ging es auch anderen Sportlerinnen und Sportlern in den letzten Tagen. In der Stadt München werden in mehreren Sportarten gleichzeitig die Europameisterschaften ausgetragen. Und die Deutschen sammeln jede Menge Medaillen.

Gerade bei den Leichtathleten war das zuletzt nicht immer so. Noch im Juli hatte das deutsche Team bei der Weltmeisterschaft in dem Land USA enttäuscht.

Vertraute Umgebung

Doch woran liegt es, dass die Deutschen nun bei der EM in Deutschland so erfolgreich sind? Beim Fußball etwa haben Fachleute einen Heimvorteil nachgewiesen: Im eigenen Stadion gewinnen die Teams häufiger als in fremden Stadien.

Auch bei anderen Sportarten scheint dieser Heimvorteil zu gelten. Die Zuschauer spielen dabei aber eine geringere Rolle. „Mit oder ohne Zuschauer: Der Heimvorteil bleibt erhalten“, sagt der Experte Daniel Memmert. Er forscht an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Entscheidender ist die vertraute Umgebung. „Das Gefühl, zu Hause zu sein, ist etwas ganz Besonderes“, sagt Daniel Memmert. "Es fühlt sich vertraut an." Vielleicht kennst du das auch: Anderswo ist man schüchterner oder zurückhaltender. Zu Hause fällt einem alles etwas leichter.

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Andere Körpersprache bei Heimspielen

„Deshalb scheint man auch bessere Leistungen zu zeigen“, erklärt der Fachmann. Das gute Gefühl kann man den Profis sogar ansehen. „Die Körpersprache sieht bei einem Heimspiel anders aus als bei einem Auswärtsspiel“, erklärt Daniel Memmert. So schien es auch bei Konstanze Klosterhalfen am Donnerstag zu sein. Fest entschlossen zog sie in der letzten Runde davon und rannte überglücklich ins Ziel.

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