Küstenschutz Darum pumpen Schiffe Sand an die Küste

Von Malek Tellissi und dpa | 28.06.2022, 10:00 Uhr

Auf den Ostfriesischen Inseln wird gerade der Küstenschutz erneuert. Schiffe spülen Sand auf den Strand. Grund: Das Meer nagt an den Küsten.

Am Strand liegt ein langes Rohr. Auf der einen Seite strömt eine Mischung aus Sand und Wasser heraus. Auf der anderen Seite der Leitung pumpt ein Schiff Sand ins Rohr. Der Sand kommt vom Meeresboden. Das Spezialschiff saugt ihn dort ab.

Mit Baggern wird der Sand zu den Schutzdünen gebracht, um sie auszubessern. Die Sandberge sollen verhindern, dass es bei Sturmfluten im Landesinneren etwa der Inseln Norderney, Langeoog und Wangerooge zu Überschwemmungen kommt.

Ab Herbst gibt es häufiger solche Sturmfluten vor den Ostfriesischen Inseln und auch vor den Nordfriesischen Inseln. Da nagen hohe Wellen und starker Wind an den Sandbergen. Die Sturmfluten tragen nach und nach den Sand ab.

Deshalb müssen die Inselbewohner im Sommer ihre Schutzdünen reparieren. Sind die Sturmfluten nicht so heftig, kann der Schutz drei bis fünf Jahre halten, erklärt ein Experte. Bis Oktober soll alles fertig sein.

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