Zweiter Teil im Kino Margit Auer erzählt von ihrer „Schule der magischen Tiere“

Von dpa | 28.09.2022, 10:52 Uhr | Update am 28.09.2022

Wie unterscheidet sich ein Buch zum Film? Margit Auer ist die Autorin von „Die Schule der magischen Tiere“. Den dpa-Nachrichten für Kinder hat sie erzählt, was sie zur Verfilmung ihrer Bücher denkt.

Wenn ein Fuchs, ein Pinguin, eine Schildkröte und ein Chamäleon im Film sprechen - dann ist „Die Schule der magischen Tiere“ wieder im Kino! Ab Donnerstag ist der zweite Teil der Geschichte zu sehen, in der Schülerinnen und Schüler ihre besonderen Tiere bekommen.

Margit Auer hat sich die Bücherreihe ausgedacht. Im Interview erzählt die Autorin, wie das für sie ist, wenn ihre Buchstaben aus dem Text zu Figuren auf der Leinwand werden. Und sie verrät, welches ihre Lieblingsstelle im neuen Film ist.

Wie ist das, die eigenen Geschichten im Kino zu sehen?

Margit Auer: „Großartig, ganz großartig. Beim ersten Mal habe ich ordentlich gezittert. Man weiß ja nicht so genau, wie die Filmleute das machen. Für mich bedeutete das, dass ich mich von Anfang an einmische. Das war mir ganz, ganz, ganz wichtig. Und Teil eins ist super geworden. Insofern war ich bei Teil zwei um einiges entspannter und ich bin jetzt auch total happy mit dem Ergebnis.“

Wie unterscheiden sich Film und Buch?

Margit Auer: „Es wird einige Überraschungen geben. Natürlich geht es, wie in meinem Buch, um die Theateraufführung, den Streit zwischen Helene und Anna-Lena und die geheimnisvollen Löcher im Schulhof. Aber vieles wird sehr frei erzählt. Das finde ich gut. Einfach nur die Handlung zu filmen wäre ein bisschen langweilig. Sonst würde man ja schon genau wissen, welche Wendungen die Geschichte nimmt.“

Gibt es Figuren, die Sie sich beim Schreiben anders vorgestellt haben, als sie nun auf der Leinwand erscheinen?

Margit Auer: „Miss Cornfield, die Lehrerin, ist mir im Film eine Spur zu streng. Sie hätte ich mir etwas flippiger vorgestellt. Andererseits kenne ich einige Leute, die sagen: Genau so habe ich sie mir vorgestellt. Damit passt es dann wieder! Jeder darf seiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich habe vielleicht ein anderes Bild im Kopf als ein Mädchen in Griechenland oder in Korea, die die Bücher auch lesen. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.“

Gab es etwas, das im Film schwieriger darzustellen war als im Buch?

Margit Auer: „Natürlich. Allein die ganzen Tiere! Ich schreibe zum Beispiel locker hin, dass Caspar, das Chamäleon, in allen Farben leuchtet. Die Filmleute müssen das dann umsetzen. Da sind echte Animationskünstler am Werk.“

Haben Sie eine Lieblingsstelle im Film?

Margit Auer: „Da gibt es einige. Ich mag vor allem die Szenen, wo in wenigen Sekunden ganz viel erzählt wird. Ganz ergreifend find ich die Szene, wo Helene während der Theateraufführung nach draußen geht, mit ihren Eltern telefoniert und erfährt, dass sie nicht zur Aufführung kommen. Das ist für sie ein richtiger Tiefschlag. Man merkt an dieser Stelle, dass ganz viel schiefläuft zu Hause. Helene ist immer die Obercoole, die Taffe – hier erlebt man einen schwachen Moment, der einem richtig ans Herz geht.“

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