Ig-Nobelpreis für ungewöhnliche Forschung Ein schräger Preis für die Erforschung von surfenden Entlein

Von dpa | 16.09.2022, 14:07 Uhr | Update am 16.09.2022

Verstopfte Skorpione und surfende Enten? Auch für die verrücktesten Forschungen gibt es einen Preis: den Ig-Nobelpreis. Auf der spaßigen Preisverleihung wurden dieses Jahr zehn Arbeiten ausgezeichnet.

Junge Enten schwimmen oft hinter ihrer Mutter in einer bestimmten Aufstellung. Aber warum machen die Entlein das? Und wie? Forscher haben das genau untersucht. Sie stellten fest, dass die Entenmutter eine Welle auf dem Wasser auslöst, auf der die jungen Enten surfen

Forschung über ungewöhnliche Dinge

Für diese Forschung haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Preis bekommen: den Ig-Nobelpreis. Der Name ist eine Anspielung auf den berühmten Nobelpreis, der einmal im Jahr für besonders wichtige Forschungsarbeiten vergeben wird. Die Abkürzung „Ig“ steht für das englische Wort „ignoble“. Das heißt übersetzt unehrenhaft oder unwürdig. Es geht bei dem Preis um Forschung, die ungewöhnliche, schräge und witzige Dinge untersucht.

Eine witzige Preisverleihung beim Ig-Nobelpreis

Die Preisverleihung läuft immer lustig ab, mit Papierfliegern und Scherzen. Wegen Corona wurde sie in der Nacht zum Freitag aufgezeichnet und dann ins Internet übertragen. Einer der Forscher hielt eine Quietsche-Ente ins Bild. „Ich fühle mich wie eine glückliche Ente“, sagt er.

Zehn Forschungsarbeiten bekamen 2022 den Preis. Es ging zum Beispiel darum, ob Verstopfungen das Paarungsverhalten von Skorpionen beeinflussen. Oder warum gerichtliche Dokumente so schwer verständlich sind.

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