Eishockey-WM Kraft und Geschick auf dem Eis

Von dpa | 12.05.2023, 07:00 Uhr

Heute startet die Weltmeisterschaft im Eishockey. Der Stürmer Marcel Noebels ist für Deutschland dabei. Er erzählt, was er macht, wenn die Ausrüstung kaputt geht und wie es ist gegen 100 Kilogramm schwere Gegner zu spielen.

In anderen Sportarten gibt es Weltmeisterschaften nur alle paar Jahre. Im Eishockey gibt es dagegen jedes Jahr eine Weltmeisterschaft. Wie ist das für euch?

Marcel Noebels: „Das ist sehr, sehr hart für den Körper. Und ich weiß gar nicht, wann mein letzter Sommer war, wo mal mehr als acht Wochen im Raum standen für die Vorbereitung und auch mal, um mit der Familie in den Urlaub zu fliegen. Ich freue mich jedes Jahr, aber die WM könnte auch alle zwei Jahre stattfinden, wenn man mich fragen würde.“

Eure Ausrüstung beim Eishockey wiegt viel. Wie ist das, mit so viel Gewicht unterwegs zu sein?

Marcel Noebels: „Man gewöhnt sich einfach an sein Arbeitsmaterial. Das ist wahrscheinlich so, als wenn man sein Leben lang Ski läuft. Da merkt man die Skier auch irgendwann nicht mehr. Aber klar: Wenn man die Sachen dann auszieht und unter der Dusche steht, fühlt man sich auch ein bisschen erleichtert.“

Muss man die Sachen oft auswechseln?

Marcel Noebels: „Wenn von der Ausrüstung etwas kaputtgeht und man deshalb neue Sachen trägt, dann ist das sehr ungewohnt. Ich zumindest gewöhne mich immer sehr an meine alten Sachen. Deshalb spiele ich auch mit einer Ausrüstung, die gefühlt schon uralt ist. Ich lasse meine Sachen fast immer flicken, wenn es noch geht.“

Beim Eishockey geht es oft rau zu. Spürt man die Schmerzen, wenn man vom Gegner gecheckt, also etwa angerempelt, wird?

Marcel Noebels: „Definitiv, aber man muss entschlossen sein und darf keine Angst haben im Zweikampf. Man muss auch mal Checks abwehren von Gegnern, die teilweise über 100 Kilogramm wiegen. Da muss man körperlich fit sein und mental. Man sollte nicht überrascht sein, wenn man plötzlich jemanden vor sich hat, dessen Aufgabe es ist, einem vielleicht auch mal wehzutun.“

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