Medienkompetenz im Internet Daten in der Wolke ablegen

Von Philipp Brandstädter | 08.04.2022, 17:48 Uhr

In einer Cloud kann man seine Daten im Internet abspeichern. Das ist praktisch: Denn mit jedem Smartphone, Tablet oder Computer kann man dann von jedem Ort darauf zugreifen. Aber sind die Daten in der Cloud auch sicher?

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Die Handy-Fotos und Videos aus dem Urlaub, die sind echt wichtig! Für Musik, Texte und andere Dokumente gilt das auch oft. Würden diese Dateien verschwinden, wäre der Ärger groß. Deshalb sichern viele Leute ihre Daten vom Smartphone oder Laptop aus in einer sogenannten Cloud (gesprochen: claud).

Das ist Englisch für Wolke. Wenn es aber statt ums Wetter um Daten geht, bedeutet Cloud: Die Daten werden nicht auf dem eigenen Computer gespeichert, sondern im Internet. Allerdings kommen sie nicht an einen festen Ort. Sie geistern frei im weltweiten Netz herum, ähnlich wie die unzähligen Wassertröpfchen in einer Wolke.

Millionen große Computer sichern das Internet

„Damit das Internet überhaupt funktioniert, laufen rund um die Uhr Millionen von großen Computern“, erklärt Internet-Fachmann Ralph Hintemann. „Nur so können die Fabriken, Banken und Geschäfte arbeiten und unsere Apps und Spiele überhaupt laufen.“

Diese Computer stehen in sogenannten Rechenzentren. Durch sie können wir jederzeit von fast überall auf der Welt Daten abrufen. „Wo sich unsere Daten im Netz genau aufhalten, kann man nicht wirklich fassen“, sagt der Experte. „Sie liegen irgendwo verteilt auf den Rechnern, heute in Frankfurt und London, morgen vielleicht in Paris oder San Francisco.“

Eine Firma, die Platz in der Cloud anbietet, stellt damit Datenspeicher im Internet zur Verfügung. Wer das nutzen will, lädt seine Dateien von seinem Gerät dort hinein. Von da ab kann man sie jederzeit und von jedem Gerät abrufen, das mit dem Internet verbunden ist. „Das ist nützlich, wenn man Dateien wie etwa Textdokumente von verschiedenen Orten aus bearbeiten will“, erklärt Ralph Hintemann.

Wie die Cloud Platz schafft

Zudem schafft die Cloud Platz. Früher speicherte man seine Daten zu Hause auf einer Festplatte ab, einer Speicherkarte oder einer CD. Aber diese Datenträger waren irgendwann voll. Dann hieß es: Daten löschen oder neue Datenträger kaufen.

„In einer Cloud ist das einfacher“, sagt der Fachmann. „Wenn ich mehr Speicher brauche, hole ich mir einfach mehr Platz oder Leistung aus dem Netz dazu.“ Die Cloud hat noch einen Vorteil: Man kann seine Daten dort mit Freunden und Kollegen teilen.

Doch ist es nicht gefährlich, wenn andere Leute an meine Daten können? „Es ist möglich, dass fremde Leute Daten aus einer Cloud stehlen können“, sagt Ralph Hintemann. „Aber Datendiebe haben es eher auf Passwörter und Kreditkarten abgesehen als auf Urlaubsfotos.“ Vor allem die großen Cloud-Anbieter legten großen Wert darauf, dass die ihnen anvertrauten Daten gut gesichert sind, sagt der Fachmann.

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