Bombenentschärfung in der Ostsee Tiere werden mit Blubbern vor der Sprengung geschützt

Von dpa | 17.10.2022, 16:54 Uhr | Update am 18.10.2022

Alle in Sicherheit! Auch die Tiere. Das galt am Montag in der Ostsee. Dort wird gerade an einem Tunnel gebaut, der unter Wasser Deutschland und Dänemark verbinden soll. Bei den Bauarbeiten wurde eine Bombe entdeckt, die entfernt werden musste.

Der Bau des Tunnels ist bei Naturschützern umstritten. Sie finden, dass er den Meeresbewohnern schadet.

Bei den Bauarbeiten war nun im Meer eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Sie ist damals nicht explodiert. Damit die Bombe nicht irgendwann plötzlich hochgeht, sprengten Fachleute sie am Montag kontrolliert.

Meeresbewohner mit Geräuschen verscheuchen

Dazu gehörte auch, Tiere in der Nähe der Bombe zu schützen, etwa Schweinswale und Seehunde. Durch unangenehme Geräusche unter Wasser wurden die Tiere verscheucht.

Außerdem wurde ein Blasenschleier eingesetzt. Dabei wird um die Bombe herum ein Schlauch mit Löchern ins Wasser gelassen. Pumpt man Luft hinein, steigen durch die Löcher Luftblasen auf. Dieses Blubbern sorgt dafür, dass der Lärm bei der Sprengung für die Tiere etwas leiser ist.

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