Ausgewogene Ernährung Bald gibt es Schulessen ohne Fleisch in Freiburg

Von dpa | 19.10.2022, 16:20 Uhr | Update am 19.10.2022

Würstchen und Schnitzel sind bei vielen Kindern beliebt. Deswegen gibt es auch in vielen Kitas und Schulen regelmäßig Fleisch zum Mittagessen. An einem Ort in Deutschland soll sich das bald ändern.

Ein leckeres Essen in der Kantine oder Mensa: Darauf freuen sich viele Kinder in der Mittagspause. Manchmal gibt es auch Gerichte mit Fleisch, zum Beispiel Spaghetti Bolognese oder Currywurst.

Vegetarisches Mittagessen in Freiburg

In einigen Grundschulen und Kitas in Freiburg kommen solche Gerichte bald nicht mehr auf den Teller: Ab dem nächsten Schuljahr gibt es in diesen Kantinen nur noch vegetarisches Essen. Das wurde im Oktober in der Stadt in Süddeutschland entschieden.

Manche Leute finden das nicht gut. Sie sagen: Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört auch Fleisch.

Eltern müssen sich keine Sorgen machen

Die Ernährungswissenschaftlerin Esther Schnur und weitere Fachleute sehen das anders. „Wenn ich ein Mittagsessen ohne Fleisch und Fisch habe, kann das genauso gut und gesund sein, wie wenn ich Fleisch und Fisch drin habe“, erklärt die Expertin.

Die Eltern müssten keine Angst haben, sagt Esther Schnur: Eine Ernährung ohne Fleisch sei nicht schlecht oder gefährlich für Kinder. Wichtige Inhaltsstoffe von Fleisch bekomme man auch durch andere Lebensmittel: zum Beispiel Milch, Spinat, Brokkoli, Linsen und Nüsse.

„Man kann das Hack in der Bolognese-Soße zum Beispiel wunderbar durch rote Linsen ersetzen“, sagt die Expertin.

Empfehlung der Expertin

Allgemein sei es für Kinder wichtig, dass sie viele pflanzliche Lebensmittel essen. Dazu gehören etwa Gemüse, Obst, Brot, Nudeln und Reis. Auch Milch, Käse und Eier seien gut für eine ausgewogene Ernährung, sagt Esther Schnur. Manche Leute verzichten sogar komplett auf solche tierischen Produkte.

Die Expertin findet: Wenn man ab und zu mal Fleisch oder Fisch essen will, ist das total okay. Auch auf Süßes müsse man nicht komplett verzichten. Eine kleine Handvoll Süßigkeiten sei zum Beispiel kein Problem, sagt Esther Schnur. „Das ist praktisch, weil die Hand wächst mit.“

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