Kindernews zum Hören Clara (11): So geht es mir mit Corona

Von Ina Reinhart | 21.01.2022, 18:40 Uhr

Positiver Schnelltest am ersten Schultag nach den Ferien: Gerade gibt es viele Corona-Fälle an Schulen. Die elfjährige Clara erzählt, wie es ihr nach einem positiven Test ging. 

Am ersten Schultag nach den Ferien habe ich meine Busfahrkarte vergessen. Deshalb bin ich mit meinem Bruder Felix (19) zur Schule gefahren. Dort machten wir natürlich Corona-Schnelltests. Mein Ergebnis: negativ. Für die ersten drei Tage stand Vorbereitung auf das Homeschooling auf dem Programm, weil die nächste Corona-Welle drohte.

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Doch ich konnte mich nur einen Tag darauf vorbereiten. Denn am Nachmittag kam die schlechte Nachricht: Bei meinem Bruder war der Schnelltest positiv und auch ein zweiter zeigte dasselbe Ergebnis. Er wurde sofort nach Hause geschickt und musste zum PCR-Test zum Arzt.

Schluss mit Präsenz-Unterricht

Weil wir zusammen im Auto gesessen hatten, war klar, dass für mich auch erstmal Schluss mit Schule ist. Am Abend machte ich noch einen Selbsttest – und nun tauchte auch bei mir neben dem Strich beim C auch einer beim T auf. Das heißt: Corona positiv. Ich hatte Angst, musste sogar weinen.

Mein Bruder bekam am nächsten Tag sein PCR-Testergebnis. Positiv! Ein PCR-Test beim Arzt bestätigte auch mein Ergebnis – allerdings erst zwei Tage später. Denn mittlerweile so viele Menschen haben Corona, dass die Labore gar nicht nachkommen mit dem Testen. Zu Hause liefen wir nun mit Maske herum. Doch auch das half nicht mehr. Auch meine Mutter, mein Vater und meine Schwester Lilly (16) hatten sich schon angesteckt.

Ein wenig beruhigte mich, dass ich schon einmal geimpft war und alle anderen schon alle drei Impfungen hatten. Dennoch lag Lilly mehrere Tag ganz schlapp, mit Kopfschmerzen und verstopfter Nase im Bett. Ich hatte nur einen ganz schlechten Tag, an dem mit schwindlig und Übel war. An den anderen konnte ich sogar Homeschooling machen.

Heilmittel: Ausschlafen und frische Luft

Wir durften immer ausschlafen, das hat am besten geholfen. Aber auch frische Luft war wichtig. Ich bin jeden Tag einmal in den Garten gegangen. Da haben wir sogar mit der Familie verstecken gespielt - dazu kommen wir sonst nie. Wegen der Quarantäne mussten wir aber auf dem Grundstück bleiben. Deshalb haben wir uns gefreut, dass unsere Nachbarin unseren Hund Barney ausgeführt hat, und Freunde für uns Einkaufen waren oder einfach Naschi- oder Gemüsepakete vor die Tür gestellt haben.

Nach eineinhalb Wochen Quarantäne habe ich mich aber darauf gefreut, wieder mit Barney spazierenzugehen. Und auf die Schule!

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