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Mitsubishis erstes SUV-Coupé Mitsubishi Eclipse Cross: Neustart in der Nische

Von Frank Wald

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Rüsselsheim. In Sachen SUV macht Mitsubishi keiner was vor. Vom echten Geländegänger Pajero über den kompakten Bestseller ASX bis zum Outlander Plug-in-Hybrid mischen die Japaner in nahezu jedem Segment mit. Auch wenn sie dort wegen ihres braven Designs kaum auffallen. Der neue Eclipse Cross, der Ende Januar zu Preisen ab 21990 Euro bei den deutschen Händlern steht, soll das ändern.

Der Name weckt Erinnerungen an das klassische Sportcoupé der Japaner aus den Neunziger-Jahren. Die Zusatzbezeichnung Cross soll dabei nun die Brücke zur boomenden SUV-Nische der SUV-Coupés schlagen. Entsprechend sportlicher durfte Mitsubishis neuer Chef-Designer Tsunehiro Kunimoto sein erstes Modell gestalten. Wobei die Front des 4,40 Meter langen Eclipse Cross mit wuchtigem Grill und fetten Chromrandungen noch dem Plattformbruder Outlander ähnelt.

Eigenständig dagegen das keilförmige Profil mit muskulös modellierten Radhäusern, Linien und Kniffen im Blech sowie der nach hinten ansteigende Gürtellinie bei gleichzeitig schräg abfallender Dach. Ins Auge fallen in der Heckansicht die in die Karosseriekanten integrierten LED-Rücklichtwinkel, durch einen Steg verbunden, der zugleich die Heckscheibe horizontal teilt. Für Europäer zunächst ungewohnt, lernt man den doppelten Durchblick im hoch aufragenden und ansonsten unübersichtlichen Heck schnell schätzen.

Aber auch im Interieur gibt es Hingucker. Etwa das Infotainment-System mit 7-Zoll-Touchscreen auf der Armaturentafel, das ein wenig an die BMW-Monitore erinnert. Neben der direkten Fingerbedienung kann es auch über ein Touchpad im Mitteltunnel gesteuert werden.

Anders als die äußere Erscheinung wirkt der Innenraum beliebiger, wenn auch mit übersichtlicher Ordnung und allerlei Silberschmuckblenden durchaus ansprechend. Mit der um 20 Zentimeter schiebbaren Rücksitzbank lassen sich Knie- und Kofferraum sogar individuell variieren, von 359 Litern in der Standardversion über 485 Liter in vorgeschobener Position bis zu maximal 1159 Liter, wenn die Lehnen nach vorne geklappt sind.

Auch der Fahreindruck entspricht nicht so ganz dem dynamischen Äußeren. Zum Start gibt es lediglich einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit 163 PS. Der Vierzylinder-Direkteinspritzer ist mit 250 Nm Drehmoment zwischen 1800 und 4500 Touren ein munterer Geselle, mit Sport hat er aber nichts im Sinn. Schon gar nicht, wenn wie auf unserer ersten Testfahrt die CVT-Automatik die Kraft überträgt. Das stufenlose Getriebe kommt zwar ohne nervöses Hin- und Herschalten oder den berüchtigten Gummibandeffekt aus, doch um einigermaßen flott in bestenfalls 9,3 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen, muss man schon per Schalthebel oder Lenkradwippen einen Achtgang-Sportmodus simulieren – aber wer will das schon, wenn man 1700 Euro für eine Automatik investiert hat? Dass der Eclipse Cross eher Cruiser als Racer ist, macht auch das Fahrwerk mit seiner komfortbetonten Auslegung und der nicht teils indifferenten Lenkung deutlich. Beim entspannten Fortkommen lägen dann auch die Normverbräuche von 6,6 bis 7,0 Liter im Bereich des Möglichen. Erst 2018 soll der aus ASX und Outlander bekannte 2,2-Liter Turbodiesel (150 PS) überarbeitet sein und kombiniert mit Allradantrieb und neuer Achtgang-Automatik folgen.

Die Preise sind mehr als konkurrenzfähig. Die Einstiegsversion ab 21990 Euro gibt es jedoch nur mit Frontantrieb und 6-Gang-Schaltgetriebe, aber immerhin schon mit Klimaautomatik, Tempomat sowie einem ordentlichen Sicherheitspaket inklusive sieben Airbags, Kollisionswarner (bis 180 km/h) mit Fußgängererkennung und Notbremse, Spurhalte- und Fernlichtassistent.


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