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Sportwagen in zweiter Auflage Beim Audi R8 ist Gänsehaut serienmäßig

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Ingolstadt. Ja, auch als Autotester erlebt man alle Jahre wieder so seine Höhen und Tiefen. Ein ganz klares Highlight, auch für einen PS-erfahrenen Schreiber: der neue Audi R8.

Schon die groben technischen Daten lassen erahnen, dass hier ein körperlich hartes Stück Arbeit ansteht: Zwei Türen, zwei Leichtbau-Sportschalensitze, zehn Zylinder, 610 PS, 330 km/h. Ja, auch der Audi R8 der zweiten Generation spielt erneut in der exklusiven Klasse der superschnellen Supersportwagen mit. Ab Herbst kann man die Topversion, den R8 V10 plus, bei den Audi-Händlern bewundern – und für mindestens 187400 Euro auch gleich mitnehmen.

Er ist knallrot, er ist rund und er ist unten rechts im Sportlenkrad positioniert, damit der rechte Daumen ihn drücken kann: der Startknopf, die Lizenz zum Ballern. Beim Drücken ertönt ein infernalisches Rumm-Wumm-Wumm, und das erste Ganzkörpergänsehautgefühl durchzuckt des Fahrers Korpus. Was war das denn? Ist das denn überhaupt erlaubt? Ja, ist es – und es ist unglaublich, so müssen Supersportwagen gestartet werden. Dazu sollte man noch wissen, dass dieser Audi zusammen mit der siegreichen LMS-Rennsportversion entwickelt wurde, somit jede Menge Racing-DNA und das Know-how aus 13 Le-Mans-Siegen und weiteren zahlreichen Motorsport-Erfolgen in ihm steckt. Fast 50 Prozent Gleichteile mit dem Profirenner wurden im Serien-R8 verbaut, darunter ist auch der Motor. Das Ergebnis: Der R8 V10 plus ist der schnellste Serien-Audi aller Zeiten.

Nach der Gänsehaut gibt’s beim Spurt-Test einen kräftigen Schlag in den Rücken. Das 5,2 Liter große Mittelmotor-Triebwerk katapultiert den 1,5-Tonner in nur 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Tempo 200 ist bereits nach 9,9 Sekunden erreicht. Das schafft aber nur das automatische, in Millisekunden schaltende Doppelkupplungsgetriebe namens S-Tronic. Wer per Hand mit den Paddeln am unten abgeflachten Lenkrad die Gangwahl des Allradlers beeinflussen möchte, braucht da schon ein paar Zehntelchen mehr. Aber der Fahrspaß mit der manuellen Schaltung ist unerreicht, die Faszination der brachialen Beschleunigung ohne jegliche Zugkraftunterbrechung beim Hochschalten muss man einfach mal erlebt haben. Das ist Rennsport-Feeling pur.

Im Gegensatz zum identisch motorisierten Konzern-Bruder Lamborghini Huracán lässt sich der neue R8 aber auch ganz cool cruisend im Alltag bewegen. Der Comfort-Modus macht es möglich. Da ist dann alles nicht so laut, da wird die wilde Bestie zum schnurrenden Schmusekätzchen. Die luxuriöse Innenausstattung mit duftendem Leder, gebürstetem Aluminium und sichtbarem Karbon kann man nicht nur gern und gut anfassen, sie sorgt auch für eine wohlige Atmosphäre, die die Gänsehaut wieder sanft verschwinden lässt.


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