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Neue Kleinwagengeneration Der Hyundai i20 ist ein kleiner Aufsteiger  


Offenbach. Mit der zweiten Generation des Kleinwagenmodells i20 ist Hyundai ein großer Wurf gelungen. Der i20 punktet durch flottes Design, solide Verarbeitung, sparsame Motoren – und ein sehr gutes Platzangebot. Ein echter Konkurrent also für Mazda2, Opel Corsa und Skoda Fabia.

Zunächst mal ist der Fünfsitzer praktisch, bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck – und sieht dabei auch noch richtig gut aus. Bei den praktischen Qualitäten kommt dem kleinen Koreaner zugute, dass er mit einer Länge von immerhin 4,04 Metern 40 Millimeter länger geworden ist. Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue i20 zudem etwas flacher und breiter. Das gibt ihm ein dynamischeres Aussehen.

Durch den größeren Radstand ergibt sich im Fond eine sehr ordentliche Kniefreiheit – auch für Personen bis zu 1,85 Meter Körpergröße. Das Gepäckabteil ist mit 326 Litern um zehn Prozent gewachsen und damit gut dimensioniert. Der Stauraum kann dank im Verhältnis 60:40 getrennt umklappbarer Rücksitzlehnen auf bis zu 1042 Liter erweitert werden – bei fast ebener Ladefläche. Das qualifiziert den kleinen Hyundai zum Lademeister seiner Klasse und prädestiniert ihn auch zum komfortablen Zweitauto.

Im Cockpit finden wir uns sehr schnell zurecht. Alles ist sehr schön angeordnet und übersichtlich platziert. Der gesamte Innenraum wirkt hochwertig und würde auch einem sogenannten Premiummodell gut zu Gesicht stehen. Das einstige Hartplastik an Armaturenbrett und Türverkleidungen ist jedenfalls längst weichgeschäumten Kunststoffoberflächen gewichen, die sich angenehm anfühlen. Anschlussmöglichkeiten für iPod und MP3-Player sind ebenfalls an Bord. Wie bei modernen Fahrzeugen so üblich: Die Rundumsicht ist eher mau.

Der von uns getestete 1.4 CRDI mit 90 PS braucht 12,1 Sekunden, um auf 100 km/h zu kommen. Das ist zwar kein Rekordwert, aber der Sprint ist nicht unbedingt die Domäne des Diesels. Mit 240 Newtonmetern, die zwischen 1500 und 2500 Touren zur Verfügung stehen, macht der i20 aber trotzdem Spaß. Durch die sehr aufwendige Schalldämpfung hört sich der Diesel im Innenraum erstaunlich kultiviert an. Nur wenn das Gaspedal ganz durchgetreten ist, wird der Motor etwas brummiger. Die Gänge lassen sich mit dem Sechsgang-Getriebe sauber einlegen. Der angegebene Durchschnittsverbrauch von 4,1 Litern wird im Test allerdings um 1,5 Liter übertroffen.

Schade ist, dass das Start-Stopp-System für 300 Euro Aufpreis nur in Kombination mit dem 84-PS-Benziner oder dem 1,1-Liter-Diesel zur Verfügung steht. Das allerdings soll laut Produktmanager Christian Loeer bald geändert werden.

In der Style-Variante, der höchsten Ausstattung, bekommt der Kunde neben dem Basispaket mit LED-Tagfahrleuchten, einem CD/MP3-Audiosystem, einer Klimaanlage und der in drei Stufen abrufbaren variablen Lenkunterstützung „Flex Steer“ sowie einem Berganfahrassistenten unter anderem auch Umfeldbeleuchtung, Einparkunterstützung, Regensensorik, Sitzheizung vorn sowie Sitze mit Stoff-Leder-Kombination. Außerdem gibt es eine lange Garantiezeit von fünf Jahren inklusive eines jährlichen Sicherheitschecks und einer 15-jährigen Mobilitätszusage für alle Varianten.

Der i20 steht zu Preisen ab 11950 Euro bei den Händlern. Zunächst zwar nur als Fünftürer, das Coupé soll aber laut Hyundai-Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick schon kurze Zeit später folgen.