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Kompakt-SUV wird sparsamer Audi überarbeitet den beliebten Q3  

Von Lothar Hausfeld


Ingolstadt. Audi verpasst dem Q3 ein Facelift. Normalerweise soll ein Facelift auch dabei helfen, sinkende Verkaufszahlen eines Modells wieder auf Kurs zu bringen. Üblicherweise drei bis dreieinhalb Jahre nach dem Marktstart wird dann ein wenig an Kleid und Innenleben gedreht.

Im Falle des Audi Q3, der ab Februar zu Preisen ab 29600 Euro aufgefrischt bei den Händlern steht, stimmt zwar der Zeitpunkt des Facelifts, nicht aber, dass Audi dringende Unterstützung bei der Stabilisierung der Verkaufszahlen bräuchte. Rund 400000 der Kompakt-SUVs hat man seit Herbst 2011 bisher verkauft, alleine in diesem Jahr gingen die Verkaufszahlen noch einmal um 30 Prozent nach oben.

Nach gut drei Jahren war aber dennoch die Zeit gekommen, ein paar kosmetische Korrekturen vorzunehmen. Das Design wurde im Bereich der Scheinwerfer und Heckleuchten neu gestaltet, der Q3 steht jetzt ein wenig breiter und satter auf der Straße. Das Blinklicht ist jetzt „dynamisch“, das heißt, es baut sich innerhalb von zwei Zehntelsekunden von innen nach außen in Abbiegerichtung auf, Xenon-Plus-Licht ist jetzt Serie, ebenso wie LED-Beleuchtung im Innenraum oder eine neue Kofferraumabdeckung – was allerdings unterm Strich nicht mehr als Randnotizen sind.

Umfangreicher sind da schon die Arbeiten, die am Motorenprogramm vorgenommen wurden. Zum Einsatz kommt eine neue Motorengeneration, die sich aus vier TFSI-Benzinern zwischen 150 und 220 PS sowie drei Dieselmotoren mit 120, 150 und 184 PS rekrutiert und die die branchenüblichen Retuschen erfahren hat: mehr Leistung (bis zu 10 PS), weniger Verbrauch und CO2-Ausstoß (bis zu minus 17 Prozent). Allradantrieb ist nicht für alle Motoren zu haben; neben Sechs-Gang-Handschalter stehen auch Sechs- und Siebengang-S-Tronic zur Auswahl.

Im Bereich der Benziner setzt das frontgetriebene und mit dem Audi-Label „Ultra“ beklebte Spritsparmodell 1.4 TFSI COD trotz eines durchzugsstarken 150-PS-Motors mit 127 Gramm CO2 je Kilometer einen Bestwert bei den Emissionen, der unter anderem durch eine Zylinderabschaltung bei Teillast erreicht wird. Der sparsamste Dieselmotor – auch mit Frontantrieb – ist der Zwei-Liter-TDI mit 150 PS, der ebenfalls als „Ultra“ bezeichnet wird und lediglich 4,4 Liter pro 100 Prüfstands-Kilometer verbraucht.

Am anderen Ende der Linie steht die Sportausführung RS Q3, die mit 340 PS aus dem 2,5 Liter großen und famos tönenden Fünfzylinder jede Menge Fahrspaß hervorzaubert – für mindestens 56600 Euro.