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Sparsamere Motoren Volvo setzt konsequent auf Zwei-Liter-Vierzylinder

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Volvo V40 (r.) und V40 Cross Country (l.) sind mit einem ebenso kraftvollen wie sparsamen Diesel zu haben. Foto: VolvoVolvo V40 (r.) und V40 Cross Country (l.) sind mit einem ebenso kraftvollen wie sparsamen Diesel zu haben. Foto: Volvo

Köln. „Zylinderzählen ist Vergangenheit.“ Ewiggestrigen klingeln angesichts der Aussage von Peter Mertens, Entwicklungschef bei Volvo, vermutlich die Ohren. Bedeutet es doch, dass die Tage der ebenso kultivierten wie kraftvollen und trinkwütigen Acht-, Sechs- und Fünfzylinder bei den Schweden endgültig gezählt sind.

Seit Ende des vergangenen Jahres ist die neue Vierzylinder-Generation unter dem Banner Drive-E im Markt erhältlich, und obwohl erst zwei Motoren – der Benziner T6 und der Diesel D4 – zur Verfügung stehen, bestücken die beiden neuen Aggregate bereits rund 17 Prozent aller Volvo-Neuwagen. Sukzessive wird das Motorenangebot der auf einem einheitlichen Motorblock basierenden Zwei-Liter-Maschinen ausgebaut.

Ziel ist natürlich eine Reduzierung der Verbrauchswerte und damit der CO2-Emissionen. Unter den Premium-Anbietern reklamiert Volvo mit derzeit 137,4 Gramm CO2 je Kilometer in der gesamten Fahrzeugflotte den Bestwert für sich; seit 2009 habe man die CO2-Werte um annähernd ein Viertel reduziert, resümiert Volvo-Sprecher Olaf Meidt nicht ohne Stolz.

Im Edel-Kompakten V40 ist nun ein 190 PS starker Dieselmotor der Drive-E-Familie zu haben. Das Besondere dabei ist nicht die enorme Kraftentfaltung, die spontane Überholvorgänge zu einer leichtfüßigen Angelegenheit macht, sondern der sparsame Umgang mit dem Dieselkraftstoff: 3,8 Liter auf 100 Kilometer stehen für den V40 zu Buche, vier Liter sind es für die rustikale Cross-Country-Version. In einer nochmals auf Effizienz getrimmten Eco-Version wurden auf dem Prüfstand sogar nur 3,3 Liter ermittelt. Bei ausgiebigen Testfahrten mit dem 190-PS-Cross-Country standen am Ende genügsame 5,0 Liter im Bordcomputer – obwohl längere Autobahnpassagen ohne Temporeglementierung absolviert wurden.

Für den 190 PS starken V40 verlangt Volvo mindestens 29880 Euro, als Cross Country werden mindestens 31380 Euro fällig. Trotz des geringeren Verbrauchs erwartet Meidt, dass die Eco-Version in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle spielen wird. „In Ländern, in denen es ein Autobahn-Tempolimit gibt, wird das sicherlich anders aussehen.“

Und während Volvo in den kommenden Monaten die Drive-E-Motorenfamilie nach und nach über alle Baureihen wachsen und gedeihen lassen wird, geht der Blick schon weiter in die Zukunft: Auch Dreizylinder werden nach 2015 kein Tabu mehr bei den Schweden sein. Schließlich soll der Flotten-CO2-Ausstoß weiter reduziert werden – auch wenn man mit dem Ziel, Ende des Jahres unter 130 Gramm zu liegen, auf gutem Kurs unterwegs ist. Zylinderzählen ist schließlich out – CO2-Gramm-Zählen dagegen in.


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