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Coupé trifft Geländewagen BMW X6 in zweiter Generation

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Unten Geländewagen, oben viertüriges Coupé – das gilt auch für die zweite Generation des BMW X6. Foto: BMWUnten Geländewagen, oben viertüriges Coupé – das gilt auch für die zweite Generation des BMW X6. Foto: BMW

München. Groß und gewaltig erblickte die erste Generation des BMW X6 im Jahr 2008 das Licht der Autowelt. Vielen war diese muntere Mischung aus viertürigem Coupé und Geländewagen zu suspekt, auch zu groß und zu gewaltig, die kauften ihn dann eher lieber nicht.

Aber trotzdem fanden sich in den letzten sechs Jahren über 260000 zahlende Kunden und zahllose begeisterte Fans für diesen schicken Crossover – und das ist sehr, sehr beeindruckend. Nun steht der turnusgemäße Wechsel zur nächsten Generation des Bestsellers an. Und so steht ab dem 6. Dezember, passend zum Nikolaustag, der neue X6 in den Schaufenstern der BMW-Händler, zu Preisen ab 65650 Euro.

Für den Einstiegspreis gibt es im X6 xDrive30d, wie der vollständige Name lautet, bereits 258 knackige Diesel-PS, die aus dem bekannten und millionenfach bewährten Dreiliter-Sechszylinder-Selbstzünder kommen. Wie auch bei den vier anderen zum Marktstart angebotenen Triebwerken kümmert sich ein Achtgang-Sportgetriebe automatisch um den Gangwechsel. Der Basis-X6 ist gleichzeitig auch der Sparfuchs unter den mächtigen 2,2-Tonnern und verbraucht für dieses Gesamtkonzept erstaunlich wenig, nämlich durchschnittlich nur sechs Liter Diesel auf 100 Kilometer. Das entspricht einer CO2-Emission von 157 Gramm für jeden gefahrenen Kilometer.

Bei unseren ausführlichen Testfahrten mit dem großen Bruder des 30d, einem M50d, staunten wir unter anderem über die gefühlte Leichtfüßigkeit des Fahrens mit diesem durchgestylten Brummer mit der dynamischen Dachlinie. Klar, der drehfreudige 381-PS-Motor mit gleich drei Turboladern macht den Vortrieb zum Kinderspiel, aber auch schnell gefahrene und äußerste enge Kurven meistert der mindestens 87300 Euro teure Cruiser so souverän, dass einem die Tränen kommen, weil die Fliehkräfte sie einfach aus den Drüsen drücken.

Aber auch als Geländegänger macht der 4,91 Meter lange und 1,99 Meter breite Allradler fast alles mit. Die übelsten Verschränkungen auf nassen Felsen, die steilsten Steigungen, die einem durch die Windschutzscheibe nur noch den bewölkten Himmel zeigen – hier beschert einem dann die Frontkamera wieder die zwingend notwendige Übersicht – und ebenso 55 Zentimeter tiefe Wasserdurchfahrten machen den X6 zu einem echten Alleskönner, der nach wie vor keinen einzigen Konkurrenten zu fürchten hat.

Auf dem schön großen 10,25-Zoll-LCD-Bildschirm auf der Mittelkonsole, der sonst als Navigations- oder Entertainmentanzeige dient, kann man dann die technischen Daten dieser gebirgigen Ausfahrt ablesen. In Prozent und Grad werden das Gefälle, die Schrägen und die Traktion aller vier Antriebsräder im xDrive-Modus angezeigt. Somit kann die betuchte X6-Kundschaft auch ganz getrost in bergigen Gegenden alle vier Jahreszeiten fahrtechnisch problemlos genießen.

Purer Genuss ist auch der noble Innenraum mit auf Wunsch lieferbarem zweifarbigen Nappa- oder Dakota-Leder, Alcantara-Dachhimmel und edlen Hölzern aus Pappel oder amerikanischer Eiche. Nahezu perfekt sind die x-fach elektrisch verstellbaren Sportsitze mit einem Seitenhalt der Extraklasse. Und was gefiel uns nicht am neuen BMW X6? Na ja, die viel zu vielen und zu viel großen Kunststoff-Noppen zur Befestigung der vier Radläufe sehen sehr plump und ziemlich preiswert aus. So etwas sollte bei Premium-Mobilen eigentlich nicht zu sehen sein.


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