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Kombi, Limousine, Hybrid Neuer Ford Mondeo kommt nach langem Anlauf  


Köln. Vor zwei Jahren entschied sich Ford dazu, die nächste Mondeo-Generation nicht mehr in Belgien, sondern in Spanien zu bauen. Dafür mussten sie die Produktionsanlagen in Europa umstellen. Das dauerte zwei Jahre – eine lange Zeit in der Autowelt. Jetzt kommt die Mittelklasse endlich zu uns. Und überrascht mit klaren Formen, weniger Schaltern, mehr Übersicht und sparsamen Motoren.

Der Kombi überzeugt durch seine bequemen Sitze, den hochwertigen Innenraum und vor allem den üppigen Platz in beiden Reihen. Kein Wunder, überragt er mit 4,86 Meter Länge den gerade neu vorgestellten und härtesten Konkurrenten VW Passat um stattliche zehn Zentimeter. Multifunktionslenkrad und Klimaautomatik zählen zur Serienausstattung Trend, der große Bildschirm erst ab Titanium. Zu den beiden Ausstattungsvarianten kommen zehn Ausstattungspakete hinzu.

Auch technisch hat der Mondeo aufgerüstet: Zur Wahl stehen Spurhalteassistent, Abstandsregler, automatisches City-Bremssystem, Fußgänger-Erkennung, Einparkassistent und ein Totwinkelwarner. Mehr Sicherheit bieten außerdem LED-Scheinwerfer für Abblend- und Fernlicht (1250 Euro). Innovativ sind die integrierten Airbags in den beiden Fond-Gurten (300 Euro). Sie sollen vor allem Kinder bei Seitencrashs besser schützen. Mit dem Zweitschlüssel „MyKey“ für den Auto fahrenden Nachwuchs wird die Geschwindigkeit auf maximal 160 km/h beschränkt, und die Musik pegelt sich auf Gesprächslautstärke runter. Die volle Dröhnung gibt es nur noch zu Hause.

Oder unter der Haube: Zu den Motoren zählen ein Hybrid (nur bei der Limousine) und der neue 160 PS starke 1.5 Ecoboost mit Aluminium-Zylinderblock. Unter 2700 Umdrehungen hat der Turbo-Benziner allerdings Mühe mit dem 1,5 Tonnen schweren Kombi. Erst ab 3000 Umdrehungen spürt man so etwas wie Vortrieb, und der Kombi lässt sich schnell über Landstraßen dirigieren. Achsen und Lenkung arbeiten dafür direkt, fein abgestimmt und wie schon beim Vorgänger sportlich straff. Als Benziner-Alternative stehen ein 2.0 Ecoboost mit 203 PS (ab 35150 Euro) und 240 PS (ab 37150 Euro) zur Wahl. Bei den vier Dieselmotoren reicht die Leistung vom 1.6 TDCi mit 115 PS (ab 29 200 Euro) über 150 PS bis zu 180 PS mit zwei Liter Hubraum. Außerdem gibt es für sie drei Spritsparmodelle „Econetic“. Nächstes Jahr kommen der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 125 PS, ein 2.0 TDCi mit 210 PS und noch eine Allradvariante hinzu.

Zur Freude von Fahrern mit großem Platzbedürfnis bleibt der Mondeo Turnier ein echter Kombi – er schluckt bis zu 1630 Liter. Das sind 100 Liter mehr als beim Opel Insignia Sports Tourer, aber 150 Liter weniger als beim neuen Passat Variant. Wäre der Mondeo planmäßig vor einem Jahr erschienen, wäre das nicht aufgefallen.