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Neue Generation, frische Optik Der Opel Corsa will sich verjüngen  

Zwischen Adam und Astra: Der neue Opel Corsa trägt ein etwas sportlicheres Gesicht zur Schau. Foto: OpelZwischen Adam und Astra: Der neue Opel Corsa trägt ein etwas sportlicheres Gesicht zur Schau. Foto: Opel

Rüsselsheim. Kleinwagen sind weder besonders sportlich noch besonders schick. Sie müssen nur jeden Tag in der Stadt funktionieren. Schön, wenn in diesem preissensiblen Segment ein paar neue Spieler aufs Feld kommen – zum Beispiel der neue Opel Corsa.

Der Corsa (ab 11980 Euro) ist eines der wichtigsten Autos für Opel. Rund ein Viertel der Opel-Kunden wählen ihn. Doch mit Innovationen konnte der Corsa, der erstmals 1982 auf den Markt kam, bisher nicht wirklich auftrumpfen. Ford Fiesta (seit 1976) und VW Polo (seit 1975) waren immer einen Tick früher dran. Mit der fünften Generation des Corsa wird das anders.

Schon beim Öffnen der Türen staunen selbst langjährige Opel-Fahrer, so frisch und modern sieht der Innenraum aus. Die Instrumententafel öffnet sich zu beiden Seiten und wirkt breiter. Auf der Mittelkonsole gibt es weniger Knöpfe, unter dem Monitor findet man nur drei Drehregler für die Heizung und Klimaanlage (Serie ab Edition). Das Armaturenbrett steht steiler und wirkt so, als würde es nicht mehr in den Innraum ragen. Zur optischen Auflockerung gibt es verschiedene Dekorfarben. Haptik, Materialqualität und die Verarbeitung wirken hochwertig, fast schon wie beim teureren VW Polo.

Wichtiger sind aber die Assistenz- und Sicherheitssysteme. ESP und Berganfahrhilfe zählen zur Serienausstattung. Mit ein paar Häkchen in der Bestellliste wird der Kleinwagen zum Oberklassefahrzeug. Es gibt Bi-Xenonscheinwerfer, Toter-Winkel-Warner, Rückfahrkamera und Park-Assistent. Außerdem stehen eine Frontscheinkamera für den Spurhalteassistenten, Abstands- und Kollisionswarner, Verkehrsschilderkennung und Fernlichtassistent zur Wahl. Auch eine Lenkradheizung gibt es im Corsa.

Der Durchschnitt der Opel-Käufer liegt derzeit bei 45 Jahren, für eine Verjüngungskur soll das Intelli-Link-Infotainment-System (300 Euro) sorgen. Dabei wird das Smartphone mit dem Sieben-Zoll-Monitor gekoppelt, sodass spezielle Apps über die Corsa-Menüführung gesteuert werden können. Hört sich gut an, funktioniert aber nicht immer.

Innovativ geht es beim knapp vier Meter langen Corsa unter der Motorhaube weiter: Neben den Vierzylinder-Benzinern mit 1,2 (70 PS) und 1,4 Liter Hubraum (90 und 100 PS) gibt es noch zwei Diesel (ab 15680 Euro) mit 1,3 Liter Hubraum und 75 sowie 95 PS. Ganz neu sind die beiden Dreizylinder-Benziner (ab 15230 Euro) mit 90 und 115 PS, die perfekt zum neuen Corsa passen. Dank Ausgleichswelle schnurren sie schon ab Leerlaufdrehzahl, Vibrationen und Rasselgeräusche dringen nicht in den Innenraum. So zieht der Motor von Beginn an gleichmäßig hoch. Turboloch? Fehlanzeige. Die Gänge im neu entwickelten manuellen Sechsgang-Getriebe flutschen ohne viel Kraftaufwand durch die Box.

Dazu passt das neue Fahrwerk und die überarbeite Lenkung. Der Corsa federt straff und sportlich, fährt schnell ums Eck. Aber auch auf schlechten Straßen gibt sich der Kleinwagen komfortabel – nichts poltert oder klappert. Zumindest, wenn der Kofferraum leer ist: Denn da gehen bis zu 1120 Liter rein. Ganz schon viel für den Kleinen.