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Elektroversion des Soul Kia will weiter wachsen

Von Ulrich Hanser


Frankfurt. Jetzt kommt das erste Elektro-Auto aus Südkorea. Mit einem 110 PS starken Elektroantrieb wird aus dem Kia Soul der Soul EV. In der Basisversion kostet der Stromer 30790 Euro. Im November ist Händlerstart.

Auffällig an der Front: der vollverkleidete Kühlergrill, hinter dessen Abdeckung sich zwei beleuchtete „Steckdosen“ finden. Das Heck unterscheidet sich vom normalen Soul durch die überarbeiteten LED-Rückleuchten. Zudem liegt er etwas tiefer und hat einen vollständig verkleideten Unterboden, was die Windschlüpfrigkeit verbessern soll. Kia stellt drei Lackkombinationen zur Wahl.

Als EV ist der Soul EV das erste Elektroauto von Kia, das weltweit vertrieben wird. Seine Reichweite soll nach Normzyklus 212 Kilometer betragen. Realistisch im Alltagsbetrieb sind 150 Kilometer bis zur nächsten Steckdose.

„Wir wollen weiter wachsen“, sagt Kia-Deutschland-Chef Jack Kim. Dabei soll, wenn bei uns auch mit eher bescheidenen Stückzahlen, auch der Elektro-Soul helfen. Der Preis des Soul EV gilt mit Akku, üppiger Serienausstattung und sieben Jahre Garantie.

Vor allem die auch außen sichtbare Ladeanzeige und die digitalen Instrumente mit ihren speziellen Anzeigen fallen ins Auge. Sie informieren etwa über die Restreichweite oder wie viel Energie gerade zum Fahren aufgewendet oder in den Speicher zurückgeführt wird. Das Navi-System mit acht Zoll großem, farbigem Touchscreen warnt bei zu geringer Reichweite oder navigiert per Direkttaste zur nächsten Ladestation.

Die Taste Driver only soll Energieverluste der Klimatisierung senken. Wenn der Fahrer ohne Beifahrer unterwegs ist, kann er nur seinen Bereich heizen oder kühlen – was laut Kia fünf bis acht Prozent Sprit sparen soll. Sitz- und Lenkradheizung sind Serienstandard. Mit 11,2 Sekunden beschleunigt der Soul EV flott von null auf 100 km/h. Auf der Autobahn ist die Höchstgeschwindigkeit auf 145 km/h begrenzt.

Der Lithium-Ionen-Polymer-Akku speichert 27 kWh, die Aufladung an einer 6,6-kW-Ladestation dauert rund fünf Stunden. Über die Gleichstrom-Ladebuchse sind auch 100 kWh möglich, dann soll eine 80-Prozent-Ladung in 25 Minuten erledigt sein. Das Batteriepack steckt unter dem Fahrzeugboden, weshalb der Fußraum im Fond eingeschränkt ist.