Ihr regionaler Kfz-Markt

Viel Neues unter dem Blech Der VW Touareg liebt das Gelände

Von Ulrich Hanser

Mit schärferen Konturen fährt der Touareg ins nächste Modelljahr. Foto: HanserMit schärferen Konturen fährt der Touareg ins nächste Modelljahr. Foto: Hanser

Wolfsburg. Der Touareg soll die Komforteigenschaften souveräner Oberklasse-SUV mit den Offroadeigenschaften anspruchsvoller Geländewagen kombinieren. Das Facelift bringt dem VW Touareg einen neuen Kühlergrill und eine aktualisierte Schürze, die größeren Scheinwerfer leuchten mit Bi-Xenon-Technik. Am Heck fällt eine neue Schürze ins Auge, LED-Nebellampen sind in den Stoßfänger integriert.

Auch wenn sich die optischen Änderungen in Grenzen halten, ist VW-Mann Bram den Dunnen „stolz auf den neuen Touareg“. Der V6 TDI hat nämlich kräftemäßig zugelegt, zugleich Verbrauch und CO2-Ausstoß reduziert. Die leicht höheren Preise (52125 bis 79450 Euro) werden durch Mehrausstattung relativiert.

Das Standard-Stahlfahrwerk wurde neu abgestimmt, ebenso die auf Wunsch erhältliche Luftfederung. Erste Probefahrten beeindrucken: Das Gelände-Flaggschiff der Wolfsburger hat beim Fahrkomfort weiter zugelegt. Alle TDI erfüllen die kommende Euro-6-Norm, die V6 arbeiten mit SCR-Kat, Start/Stopp und Segelfunktion (Freilauf), mit der sich beim Verbrauch sparen lässt.

Zwischen dem V6 TDI mit 204 PS und dem 340 PS starken V8 TDI ist die optimierte Version des 262 PS starken Dreiliter-Sechszylinder-TDI eine gute Wahl. Nicht nur wegen seines mit 6,6 Liter angegebenen Normverbrauchs und dem für diese Wagenklasse relativ niedrigen CO2-Wert von 173 Gramm pro Kilometer. Abgerundet wird die Motorenauswahl mit dem Hybrid-Antrieb, bei dem der 333 PS starke Dreiliter-Benziner TFSI mit einem 46 PS starken Elektromotor kombiniert wird.

Der fein eingerichtete Innenraum wurde aufgefrischt. Weiße statt rote Instrumentenbeleuchtung, neue Holzdekore, weitere Farben der herrlich duftenden Lederausstattung. Die für den Touareg typischen Aluminiumschalter wurden neu designt – als seien sie aus einem vollen Metallblock gefräst worden.

Die Stärke des überarbeiteten Touareg liegt auf der Langstrecke und beim Fahrkomfort, dem man ohne Einschränkungen Oberklasse-Niveau bestätigen darf. Selbstverständlich erfüllen auch die Offroad-Fähigkeiten mit dem Allradantrieb 4Motion hohe Ansprüche.

Weitere Assistenzsysteme steigern den hohen Sicherheitsstandard, etwa Multikollisionsbremse oder Abstands-Tempomat zur Vermeidung von Folgeunfällen.

Mobile Online-Dienste wie Google Earth, Google Street View und Online-Verkehrsinformationen sollen zum Jahresende erhältlich sein. Derweil sind die Rallyeprofis Rainer Zietlow, Marius Biela und Matthias Prillwitz im neuen Touareg auf Weltrekordkurs unterwegs – 17000 Kilometer von der Nordspitze Europas bis zur Südspitze Südafrikas.