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Kompakter als Plug-in-Hybrid Der VW Golf GTE ist ein Teilzeit-Stromer

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Wolfsburg. Die Kraft der zwei Herzen schlägt jetzt auch im VW Golf. Mit dem auf sportlich-dynamisch getrimmten GTE zeigen die Wolfsburger ab Ende des Jahres auch Präsenz auf dem Markt der Plug-in-Hybride.

Bislang übte VW bei seinem Klassiker in dieser Disziplin vornehme Zurückhaltung und ließ anderen, mittlerweile zahlreichen Herstellern höflich den Vortritt. Die Möglichkeit des elektrischen Vortriebs bot bislang nur der im Frühjahr auf den Markt gebrachte e-Golf.

Jetzt haben die Wolfsburger den Schalter umgelegt und lassen den Golf als Teilzeit-Stromer von der Leine. Und das, was dann passiert, kann sich durchaus sehen lassen. Die maximale Reichweite im reinen Elektromodus soll 50 Kilometer betragen, die Gesamtreichweite rund 940 Kilometer. Rein rechnerisch ist der GTE nach Werksangaben ebenso sparsam wie begnügsam: mit einem Verbrauch von 1,5 Litern/100 Kilometer und 11,4 kWh/100 Kilometer pustet der Plug-in-Hybrid nur 35 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft.

Und das Ganze bei durchaus beachtlichen Fahrleistungen – nicht umsonst stellt VW seinen jüngsten Golf-Sprössling in eine Reihe mit den Sportskanonen GTI und GTD. Der 1,4-Liter-TSI-Motor allein entfaltet 150 PS. Gemeinsam mit den 102 PS des Elektromotors kommt der GTE auf eine Systemleitung von 204 PS. Alle Achtung erzeugt das maximale Drehmoment des Hybrid-Sportlers: 350 Nm sind eine klare Ansage.

Wer unbedingt möchte, treibt den GTE in 7,6 Sekunden auf Landstraßentempo. Unabhängig von den 222 km/h, die VW als Höchstgeschwindigkeit angibt, die heutzutage in den meisten Fällen aber eh nur rein akademischer Natur sein dürften, bringt es der GTE auf eine rein elektrisch erzielte Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Fünf frei wählbare Antriebsmodi – standardmäßig läuft der GTE rein elektrisch – decken alle Bedürfnisse vom Stadtverkehr bis zur Langstrecke ab. Aufladen lässt sich die platzsparend im Fahrzeugboden untergebrachte Batterie wahlweise über die Haushaltssteckdose (knapp vier Stunden) oder per Wallbox bzw. an öffentlichen Ladestationen (gut zwei Stunden).

So innovativ und praktisch der Golf GTE auch sein mag, ein Schicksal teilt er leider noch mit all seinen „Kollegen“, gleich welcher Marke: Zum Schnäppchenpreis gibt es ihn nicht. Mit 36900 Euro kostet der GTE nochmals 2000 Euro mehr als der e-Golf.


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