Dritte Generation Ford Kuga: (K)eine ruhige Kugel

Erinnert optisch an die Premiumklasse: der neue Ford Kuga. Foto: FordErinnert optisch an die Premiumklasse: der neue Ford Kuga. Foto: Ford
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Osnabrück. Nanu, das soll ein Ford sein? So sportlich und schick – und dabei ein SUV? Die markante Schnauze mit wuchtigem Wabengrill und die schnittigen Voll-LED-Scheinwerfern fallen als erstes auf und erinnern eher an den Porsche Macan als an alles, was man von Ford kennt. Auch sonst ist die dritte Generation des Kuga eine angenehme Überraschung.

Im Vergleich zum Vorgänger von 2013 ist fast alles neu. Das Kompakt-SUV ist jetzt 4,61 Meter lang und mit ausgeklappten Außenspiegeln 2,18 Meter breit. Damit wächst der neue Kuga 89 Millimeter in der Länge und 44 Millimeter in der Breite, was zu einem Plus an Platz und Komfort auf allen Sitzplätzen führt. Ebenso legte der Radstand um rund 20 Millimeter auf nun 2.710 Millimeter zu. 

Noch entscheidender ist aber die neue Motorenvielfalt. Neben den bekannten Dreizylinder-Benzinern (120/150 PS) und zwei Dieselmotoren mit 120 und 190 PS bietet Ford den Kuga auch in drei elektrifizierten Varianten an. So gibt es einen Plug-in-Hybrid mit 225 PS und einen 150 PS starken Zweiliter-Mildhybrid-Diesel. Ab Ende des Jahres soll dann auch noch ein Voll-Hybrid bestellbar sein.

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Der gefahrene Plug-in-Hybrid schiebt eine ruhige Kugel auf der Straße, er ist so leise, als wäre er ein reiner E-Wagen. Genauso ruhig läuft das Fahrwerk, für das Ford ja bekannt ist, und das dazu führt, dass die Beschleunigung straff und das Schalten angenehm komfortabel abläuft. Nur beim Lenken braucht es etwas, bis eine Rückmeldung erfolgt. 

Auch im Innenraum hat sich einiges getan. Das Armaturenbrett ist nun komplett digital und genauso das Display in der Mittelkonsole, die vom Plattformspender Focus stammen. Wer generell mit den vielen Anzeigen kein Problem hat, kommt mit der Auswahl und Anordnung gut zurecht. Viele Funktionen sind leicht und intuitiv zu bedienen. In unserem Test war nur die Sprachsteuerung (SYNC 3) das einzige Manko, unsere Befehle wurden oftmals nicht erkannt.

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Daneben überzeugt das Innere durch viel Kopf- und Beinfreiheit und einen üppigen Laderaum, der zwischen 475 bis 645 Litern variiert. Bei der Materialqualität hätte Ford allerdings ruhig eine Schippe drauflegen können. Selbst bei der ST-Line X, dem Spitzenmodell, kommt für mehr als 40.000 Euro zu viel Hartplastik zum Einsatz. 

Nach Fiesta und Focus ist der Kuga das meistverkaufte Auto von Ford in Europa. Mit der dritten Generation könnte er nun noch weiter nach oben klettern. Das erstklassig abgestimmte Fahrwerk und die erfrischende sportliche Optik machen ihn zum neuen Hoffnungsträger.

Ford Kuga ST-Line X

Motor: 2,5-l-PHEV (165 kW/225 PS), Effizienzklasse: B, Verbrauch: 1,2 l, CO2: 26 g/km (Werk), 0-100 km/h: 9,2 Sek., Vmax: 200 km/h, Automatikgetriebe, Frontantrieb. 
Maße: Länge: 4,61 m, Leergewicht: 1844 kg, zul. Gesamtgewicht: 2320 kg, Kofferraumvolumen: 475 bis 1534 Liter, Testverbrauch: 7,8 l.
Grundpreis: 39 550 Euro, gefahrene Version: 49 050 Euro.
Versicherungstypklassen (KH/TK/VK): 17/24/23.


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