Viel Komfort und High-Tech Kia Xceed: Klassik trifft Trend

Ähnlichkeit mit dem BMW X2: Der Kia Xceed weiß optisch zu gefallen. Foto: KiaÄhnlichkeit mit dem BMW X2: Der Kia Xceed weiß optisch zu gefallen. Foto: Kia
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Osnabrück. Den kompakten Kia Ceed gibt es schon als Limousine, als Kombi (Sportswagon) sowie als schicke Shooting-Brake-Version (ProCeed). Seit dem Herbst ist der Bestseller auch als Crossover – also als Mix aus klassischem Kompakten und trendigen SUV – namens Xceed zu haben. Im Test: die 204 PS starke Top-Version mit Sieben-Gang-Doppelkupplung und üppiger „Launch Edition“-Ausstattung.

Auch wenn der Xceed ein naher Verwandter des Ceed ist, hatten die Entwickler reichlich Arbeit mit ihm: Im Cockpit gibt es zwar kaum Unterschiede zwischen den vier Varianten, dafür aber bei der Hülle umso mehr: Nur die beiden vorderen Türen sind baugleich mit der Limousine, alle anderen Teile wurden angefasst, ehe aus dem schnittigen Kompakten ein schicker Crossover wurde. Der zwar mit Kunststoffanbauteilen robuste Offroadfähigkeiten antäuscht, in Wirklichkeit aber nur so tut, als ob er ins Gelände könnte. Allradantrieb etwa ist für keine Variante zu haben. 

Foto: Kia

In punkto Optik war Kia dank des deutschen Star-Designers Peter Schreyer in den letzten Jahren permanent auf der Überholspur unterwegs; auch der Ceed mit dem X trägt ein ausgesprochen gefälliges Kleid, das den Zeitgeist trifft, aber keinesfalls überzeichnet wirkt oder dick aufträgt. Querverweise etwa zum BMW X2 sind sicherlich nicht ganz zufällig. Der Innenraum mitsamt Instrumentierung fiel dagegen bei Kia stets etwas ab, doch auch das gehört bei der neuen Ceed-Familie zur Vergangenheit. Dachhimmel in Schwarz, Armaturen-Einsätze in peppigem Gelb abgesetzt, Tacho, Drehzahlmesser und zentrale Anzeige als digitales und individuell anpassbares Instrument – der Xceed präsentiert sich, zumindest in einer hohen Ausstattungsversion wie der „Launch Edition“, auf Topniveau. Das gilt auch für die Platzverhältnisse: Vorne wie hinten können auch Personen jenseits der 1,85 Meter bequem sitzen, der Kofferraum fasst trotz der coupéartigen Hecklinie bis zu 1.378 Liter – allerdings muss beim Be- und Entladen eine hohe Ladekante überwunden werden. 

Kia Xceed 1.6 T-GDI 7-DCT

Motor: 1.6-l-Benziner (150 kW/204 PS), max. Drehmoment: 265 Nm, Effizienzklasse: C, Verbrauch: 6,5 l, CO2: 148 g/km (Werk), 0-100 km/h: 7,5 Sek., Vmax: 220 km/h, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb.
Maße: Länge: 4,40 m, Leergewicht: 1417 kg, zul. Gesamtgewicht: 1880 kg, Kofferraumvolumen: 426 bis 1378 Liter, Testverbrauch: 7,6 l.
Grundpreis: 30 290 Euro, gefahrene Version: 35 290 Euro. 
Versicherungstypklassen (KH/TK/VK): 13/23/25.

Der 204 PS starke Top-Benziner hat in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe wenig Mühe, den Xceed auf Touren zu bringen; allerdings gibt sich der Crossover weniger als sportliche Rennmaschine, sondern eher als komfortabler Vertreter – wer höher sitzen möchte, muss eben nicht zwingend die Ideallinie in jeder Kurve suchen. Außerdem: Bei hohem Tempo steigt nicht nur der Durst des Xceed überproportional an, sondern auch die Geräuschkulisse, wenn der Wind deutlich an der A-Säule rüttelt und pfeift.


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