Alles andere als ein Kleinwagen Jaguar E-Pace: Kleines Kätzchen

Sportliches Outfit: Der Jaguar E-Pace ist ein dynamischer SUV-Vertreter, erst recht als „Chequered Flag“.  Foto: JaguarSportliches Outfit: Der Jaguar E-Pace ist ein dynamischer SUV-Vertreter, erst recht als „Chequered Flag“. Foto: Jaguar

Osnabrück. Wie bei vielen Luxus- und Sportwagenherstellern hat sich auch bei Jaguar die Verkaufswaage eindeutig in Richtung SUV-Modelle bewegt. Der kleinste Jaguar im Portfolio, der E-Pace, machte im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel aller Jaguar-Verkäufe in Deutschland aus. Wir waren mit dem 180 PS starken Diesel-E-Pace in einem ganz besonderen Sondermodell unterwegs.

Dieses Sondermodell hört auf den Namen „Chequered Flag“, auf Deutsch: Zielflagge. Wenn man im Cockpit des E-Type sitzt und ganz genau zum unteren Rand der Frontscheibe schaut, entdeckt man allerdings keine Zielflagge, sondern die Umrisse zweier Raubkatzen, einer großen und einer kleinen. Und auch die Umfeldbeleuchtung, die bei Dunkelheit einen Lichtkegel neben die Fahrer- und Beifahrertür projiziert, beinhaltet dieses Katzenpärchen, bei dem das kleinere Kätzchen bei vielen Zeitgenossen ein spontanes „ooh, süß“ entlockt. 

Foto: Jaguar

Jetzt ist der E-Pace zwar das bisher kleinste SUV aus dem Hause Jaguar, mit 4,40 Metern Länge aber auch nicht direkt ein Kleinwagen. Auch beim Thema Gewicht – mindestens 1,8 Tonnen wiegt das „kleine“ Kätzchen – kann sich der Brite, der im österreichischen Graz hergestellt wird, nicht kleiner machen, als er tatsächlich ist. Der E-Pace spricht vom Design her eher sportlich denkende Menschen an, und die „Chequered Flag“-Serienausstattung unterstützt dies noch, etwa mit 19-Zoll-Felgen, schwarzen Designelementen, Heckspoiler oder Ledersitzen mit roten Kontrastnähten. 

In Sachen Komfort, Technik und Sicherheit (Zwei-Zonen-Klima, großes TFT-Instrumentendisplay, Navigationssystem, Rückfahrkamera oder Verkehrszeichenerkennung) ist er ebenfalls kein Kleiner – eine üppige Ausstattung sollte man allerdings angesichts eines Mindestpreises von 55 290 Euro für die 180-PS-Zielflaggenversion auch erwarten dürfen. Der günstigste E-Pace startet übrigens bei 36 190 Euro.

Jaguar E-Pace D180 Chequered Flag

Motor: 2.0-l-Diesel (132 kW/180 PS), max. Drehmoment: 430 Nm, Effizienzklasse: B, Verbrauch: 6,0 l, CO2: 158 g/km (Werk), 0-100 km/h: 9,1 Sek., Vmax: 205 km/h, 9-Gang-Automatik, Allradantrieb.
Maße: Länge: 4,40 m, Leergewicht: 1843 kg, zul. Gesamtgewicht: 2400 kg, Kofferraumvolumen: 577 bis 1234 Liter, Testverbrauch: 7,3 l.
Grundpreis: 55 290 Euro, gefahrene Version: 60 203 Euro. 
Versicherungstypklassen (KH/TK/VK): 22/26/28.

Der Vierzylinder-Diesel entsteigt der Kategorie „für alle Alltagsaufgaben ausreichend“; die 9-Gang-Automatik schaltet hier und da ein wenig schwerfällig – was verschmerzbar ist, da die Kraftreserven durchaus üppig sind. Dass der E-Type sportlicher aussieht als er tatsächlich fährt, dürfte die meisten Kunden nicht stören: Er könnte ja auch theoretisch ins Gelände, ohne dass diese Anforderung im Alltag allzu häufig gestellt werden würde. Stattdessen gibt sich der Brite entspannt auf der Langstrecke. Auch der Fahrer bleibt dann entspannt: Nur bei konstant Tempo 100 bis 120 ist der Jaguar tatsächlich so genügsam wie ein kleines Kätzchen.


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