Aller guten Dinge sind zwei Mitsubishi ASX: Noch immer zeitgemäß

Wuchtiger Auftritt: Der Mitsubishi ASX hat optisch nach dem Facelift deutlich an Präsenz zugelegt. Foto: MitsubishiWuchtiger Auftritt: Der Mitsubishi ASX hat optisch nach dem Facelift deutlich an Präsenz zugelegt. Foto: Mitsubishi
Thomas Rauhut

Osnabrück. Der Lebenszyklus eines Pkw ist einigermaßen klar definiert: Drei bis vier Jahre nach Einführung gibt es eine Modellpflege, und nach sechs bis sieben Jahre wird der Nachfolger ins Autohaus gerollt. Nicht so beim Mitsubishi ASX: Der hat knapp zehn Jahre nach seinem Debüt ein zweites Facelift bekommen – und einen neuen Motor obendrein. Der 150 PS starke Zwei-Liter-Benziner ist das einzige Aggregat im Angebot.

Die grundsätzlichen Auswahlmöglichkeiten sind also einigermaßen eingeschränkt – sowohl beim Antrieb als auch bei der Wahl der Schaltart gibt es jeweils zwei: Front- oder Allradantrieb, Handschalter oder CVT-Automatik. Auch die Zahl der erfüllbaren Extrawünsche ist auf zwei beschränkt: Metalliclack oder Premium-Metalliclack stehen zur Auswahl; alles Weitere wird über die Ausstattungsversion geregelt. Davon stehen – nein, nicht zwei, sondern gleich fünf zur Auswahl. 

Nicht immer Premiumniveau

In der höchsten Ausstattungsvariante „Top“ fehlt es dem kompakten ASX (gerade mal 4,37 Meter lang) an annähernd nichts: Spurhalteassistent, Auffahrwarnsystem, Ausparkassistent, Panorama-Glasdach, 8-Zoll-Navigation von TomTom, Rockford-Fosgate-Soundsystem mit neun Lautsprechern – hier lässt es sich gut aushalten. Dass die Materialien im Innenraum nicht immer für höchstes Premiumniveau stehen, können auch die zaghaft verteilten Klavierlack-Tupfer nicht verhindern.

Während die Modellpflege der Optik eine ausgeprägte Robustheit verschafft hat, geht es in der Kombination 150-PS-Benziner mit Frontantrieb und CVT-Automatik eher beschaulich zu. 11,7 Sekunden dauert der Standardsprint, und daran lässt sich ermessen, dass der ASX eher für die gemütliche Herangehensweise geeignet ist. Wer das Gaspedal zu sehr durchdrückt, erlebt den „Gummibandeffekt“ – das Hochdrehen des Motors ohne nachhaltig spürbare Beschleunigung. Also lieber, passend zur sanften Arbeitsweise der Automatik, das Gaspedal mit Bedacht bedienen. Was natürlich auch dem Verbrauch zugutekommt: Die angegebenen 6,5 Liter auf 100 Kilometern lassen sich nur dann annähernd erreichen, wenn man zart das rechte Pedal im Fußraum streichelt. Ähnlich behutsam geht allerdings auch das Fahrzeug mit seinen Insassen um, wenn es trotz schlechter Straßen komfortabel abrollt.

Hinten eher kuschelig

Platz für Zärtlichkeiten bietet auch die Rückbank: Während vorne üppige Verhältnisse herrschen, geht es hinten eher kuschelig zu. Wer sich näher kommen möchte, sitzt hier richtig – allerdings gilt auch hier: Aller guten Dinge sind zwei.


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