VW e-Up Up-Grade für den E-Pionier

Von Frank Wald

Runderneuert: Der e-Up. das kleinste Elektroauto von Volkswagen, wurde geliftet. Foto: VWRunderneuert: Der e-Up. das kleinste Elektroauto von Volkswagen, wurde geliftet. Foto: VW
Volkswagen

Wolfsburg. Zu teuer und zu wenig Reichweite – zwei gute Gründe, warum der 2013 eingeführte Kleinstwagen VW e-up nicht gerade zu den Erfolgsmodellen auf dem E-Automarkt gehörte. Mit der aufgefrischten Version des ersten elektrisch angetriebenen Volkswagens könnte das anders werden. Denn mit dem „Up-Grade“ drücken die Wolfsburger nicht nur die Preise, auch die Batterieleistung und damit die Reichweite wurden nahezu verdoppelt.

So startet der e-Up ab sofort bereits ab 21 975 Euro. Abzüglich der gerade aufgestockten E-Auto-Kaufprämie von 6000 Euro, ist die Einstiegsversion damit also schon für knapp unter 16 000 Euro zu haben – inklusive einer recht ordentlichen Ausstattung. Neben Klimaautomatik und höhenverstellbarem Fahrersitz gibt es ab Werk ein Digital-Radio mit Bluetooth-Schnittstelle und Docking-Station für das Smartphone, das zusammen mit der „Maps+more“-App auch als zentrales Infotainment-System fungiert. Dazu bietet der 3,60 Meter lange Viertürer wie bekannt vorne gut Platz, hinten nur so lala, dafür gelingt hier der Ein- und Ausstieg ohne große Verrenkungen. 

Stärkere Batterie

Die echte Neuerung jedoch steckt im Fahrzeugboden. Dank eines neuen Zellkonzepts haben die VW-Ingenieure die Kapazität der Lithium-Ionen-Batterie auf 36,8 kWh (Vorgängermodell: 18,7 kWh) erhöht. Mit einem nutzbaren Energiegehalt von 32,3 kWh pendelt die Reichweite damit nach VW-Angaben bei einem Durchschnittsverbrauch von 12,9 kWh zwischen 180 bis 260 Kilometer – abhängig von äußerer Witterung, internen elektrischen Verbrauchern und natürlich dem Fahrer und seinen Launen. 

Foto: VW

Ist die Versuchung doch leider nur allzu groß, den ansatzlosen Antritt und die erstaunliche Schubkraft des kleinen Stromers auszunutzen, um an der Ampel verblüffte 3er-Fahrer stehen zu lassen oder sich im urbanen Spurenslalom mit den Vespas um die nächste Pool-Position zu kabbeln. Auch wenn 83 PS (61 kW) nicht besonders beeindruckend klingen. Mit 212 Newtonmetern Drehmoment aus dem Stand schiebt die E-Maschine den knapp 1,2 Tonnen leichten Flitzer gefühlt schneller voran als die 11,9 Sekunden von Null auf Tempo 100 vermuten lassen. Dabei ist der Fahrkomfort tadellos. In dem nahezu geräuschlosen Säuseln sorgt die komplett im Unterboden verbaute Batterie bei Querfugen und Bodenwellen zwar für das eine oder andere harte Abrollgeräusch, doch mit dem tieferen Schwerpunkt und straffen Fahrwerk zugleich auch für eine exzellente Straßenlage.  

Vier Stufen der Rekuperation

Damit kein Watt der kostbaren Energie verloren geht, gibt es vier wählbare Stufen der Rekuperation (Energierückgewinnung). Außerdem kann der Fahrer über Tasten drei Fahrprofile auswählen. Neben dem Standardmodus wird im Programm „Eco“ die Klimaanlage abgeschaltet, die Leistung auf 68 PS (50 kW) und das Höchsttempo auf 115 km/h gedrosselt. Für echte Kleinsparer gibt es den Modus „Eco+“ mit nur noch 54 PS (40 kW) Leistung und limitierten 90 km/h in der Spitze.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN