Volvo V60 und XC60 Polestar Engineered Volvos hellster Stern

Von Wolfgang Wieland

Der Volvo XC 60 T8 Twin Engine fährt jetzt in der Version "Polestar Engineeered" vor. Foto: VolvoDer Volvo XC 60 T8 Twin Engine fährt jetzt in der Version "Polestar Engineeered" vor. Foto: Volvo

Saarbrücken . Begeben wir uns heute doch einmal in die Welt der Astronomie und in die Zeit vor der Geburt Christi. Wenn die alten Römer nächtens, nach ein paar Humpen Wein, unbedingt wissen wollten, wo denn eigentlich Norden ist, half ein Blick zum sternklaren Himmel.

Der Stern, der dort am hellsten leuchtete, war der Polarstern, auch Nordstern genannt, weil er direkt über dem Nordpol erstrahlt. Der schwedische Autobauer Volvo hat nun auch seinen hellsten Stern, denn die besonders sportlichen Modelle bekommen ab sofort den Zusatz „Polestar Engineered“. 

Zwei Modelle machen den Anfang, der SUV und ewige Bestseller XC60 und der technisch nahezu identische Kombi namens V60. Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch die Basispreise strahlen hell und brennen ein ganz schön großes Loch ins Portemonnaie: 84 600 Euro (XC60) und 69 500 Euro (V60) müssen mindestens auf den Tisch geblättert werden.

Dem zugute halten muss man allerdings eine bereits umfangreiche Serienausstattung mit 21-Zoll Leichtmetallrädern, Standheizung mit Timer, Neun-Zoll-Touchscreen, eine 600-Watt-Soundanlage von Harman/Kardon mit Subwoofer und 14 Lautsprechern und goldfarbene 6-Kolben-Bremssättel von Akebono oder Brembo. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die ebenfalls in gold gehaltenen Sicherheitsgurte und Ventilkappen.

Plug-In-Hybrid

Technisch heißt Polestar auch immer Elektrifizierung, im Falle von XC60 und V60 als Plug-In-Hybrid mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbo-Kompressormotor, der 318 PS leistet. Dazu kommt dann noch der 87 PS-Elektromotor, was dann zu einer rechnerischen Gesamtsystemleistung von 405 PS führt.

Im Falle des CX60 reicht dies für einen Standard-Sprint von null auf 100 km/h in beachtlichen 5,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt zur Zeit noch bei 230 km/h. Wie, noch? Ja, aufgepasst, wer ab der kommenden 17. Kalenderwoche (Ende April 2020) einen Volvo abholt, kann nicht mehr schneller als 180 km/h fahren, auch nicht gegen Geld und gute Worte. Bei unseren ausführlichen Testfahrten im Polestar-XC60 surren wir ersteinmal reinelektrisch mit Hinterachsantrieb vom Hof. Das geht nahezu lautlos bis zu 47 Kilometer.

Turbomotor 

Wer allerdings etwas umsichtig unterwegs ist und bergab oder auf den Metern vor der Ampel schön rekuperiert, der schafft deutlich über 50 lokal emissionsfreie Kilometer. Schaltet sich dann auch mal der Verbrenner hinzu, wird die Vorderachse bedient und der 2,2-Tonner wird zum Allradler. Tadellos schaltet die Geartronic Achtgang-Automatik und der kompressorunterstützte Turbomotor hängt sehr gut am Gas, wird aber bei höheren Drehzahlen auf der Autobahn unangenehm laut.

Laut Werksangabe verbraucht der offiziell auf den ewig langen Namen hörende „Volvo XC60 T8 Twin Engine AWD Polestar Engineered“ 2,3 Liter Super auf 100 Kilometer, das entspricht einer CO2-Emission von 52 Gramm für jeden gefahrenen Kilometer. Mit etwas Fahrspaß und leerer Batterie leuchten dann auch die Augen vom Tankwart wieder etwas heller.


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