Innere Werte Citroen C4: Immer noch große Kunst

Auf 4,60 Metern Länge lässt sich im Grand C4 Spacetourer eine ganze Menge unterbringen. Foto: CitroenAuf 4,60 Metern Länge lässt sich im Grand C4 Spacetourer eine ganze Menge unterbringen. Foto: Citroen

Osnabrück . Die großen Vans sterben langsam aus – was zumindest Familien mit mehr als den zwei Standard-Kindern bedauern. Der Citroen Grand C4 Spacetourer mit seinem flexiblen und geräumigen Innenraum ist da fast schon ein Dinosaurier, zeigt sich im Test mit der 130-PS-Benziner-Variante aber vollkommen auf der Höhe der Zeit.

Bekannt geworden sind die Citroen-Vans mit dem Zusatz „Picasso“ – auch wenn diese Namensbezeichnung mittlerweile nicht mehr verwendet wird, ist das, was die Franzosen vor allem für Familien anbieten, durchaus große Kunst. In unserem Testmodell war die dritte Sitzreihe (700 Euro) als Extra verbaut. Diese ist freilich für Erwachsene auf der Langstrecke eher nicht geeignet, für kurze Fahrten oder den kleineren Nachwuchs aber durchaus ausreichend. Um die Kinderschar stets im Blick zu haben, ist der kleine Innenraumspiegel oberhalb des Rückspiegels sinnvoll. 

Neben dem geräumigen Innenraum gefällt der Ex-Picasso mit seinen Lichtverhältnissen. Wenn es der Sonnenstand zulässt, lassen sich die Sonnenblenden hochschieben, sodass man sich wie im Glaspalast fühlt. Zur ultimativen Steigerung lässt sich in mancher Variante noch das 500 Euro teure Panoramadach dazubuchen – der Testwagen musste leider ohne auskommen. Trotz der vielen Glasflächen ist die Sicht nach schräg hinten aber arg eingeschränkt. Gut, dass eine Rückfahrkamera in der Ausstattungslinie „Shine“ serienmäßig ist. Serie ist auch ein zweigeteiltes Info- und Entertainmentsystem; im größeren, oberen Bereich werden auch Digitaltacho und weitere relevante Dinge angezeigt. Positiv: Bei Nacht lassen sich die beiden Displays verdunkeln bzw. reduzieren, sodass störende Lichteffekte deutlich reduziert werden.

Citroen Grand C4 Spactourer

Motor: 1.2-l-Diesel (96 kW/131 PS), max. Drehmoment: 230 Nm, Effizienzklasse: A, Verbrauch: 5,1 l, CO2: 115 g/km (Werk), 0-100 km/h: 11,2 Sek., Vmax: 200 km/h, 6-Gang-Handschaltung, Frontantrieb.
Maße: Länge: 4,60 m, Leergewicht: 1395 kg, zul. Gesamtgewicht: 2110 kg, Kofferraumvolumen: 645 bis 1913 Liter, Testverbrauch: 6,3 l.
Grundpreis: 24 490 Euro, gefahrene Version: 32 180 Euro.
Versicherungstypklassen (KH/VK/TK): 16/20/20.

Das Platzangebot ist beeindruckend, auch in der zweiten Sitzreihe reist man annähernd fürstlich. Wer stattdessen zum Möbelhaus fährt, muss angesichts maximal 1.913 Litern Stauraum zumindest aus Transportgründen keine Kompromisse eingehen. 

Der 131 PS starke Dreizylinder ist im Alltag vollkommen ausreichend, hat die akustischen Flegeleien früherer Dreizylinder nahezu komplett abgelegt. Entspanntes Gleiten im hohem Gang liegt dem C4 am meisten; lediglich bei voller Beladung und spontaner Lastanforderung, etwa beim Auffahren auf die Autobahn, kommt der Motor an seine Grenzen. Der PureTech 130 startet bei 24 490 Euro, als „Shine“ und annähernd vollausgestattet standen unterm Strich 32 180 Euro – man fragt sich immer wieder, warum die Leute lieber mehr Geld für ein SUV als für einen Van ausgeben . . .


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