Elektroauto wird überarbeitet Renault Zoe mit mehr Power und Reichweite

Von Wolfgang Wieland

Optisch hat sich beim Renault Zoe wenig geändert, dafür beim Interieur und der Technik umso mehr. Fotos: RenaultOptisch hat sich beim Renault Zoe wenig geändert, dafür beim Interieur und der Technik umso mehr. Fotos: Renault

Paris . Renault hat sein kompaktes Elektroauto Zoe umfangreich überarbeitet.

Hier und heute dreht sich alles um die Raute, das Erkennungszeichen der französischen Automarke Renault. Das berühmte Symbol wurde bereits 1925, also 27 Jahre nach Firmengründung etabliert, damals hieß das Logo noch Diamant oder Rhombus. Jetzt, beim neuen Zoe, hat das Renault-Designteam die Raute vergrößert. Was ja vielleicht auch symbolisch zu verstehen ist, denn hinter dem verchromten Kunststoff oberhalb der vorderen Stoßstange verbirgt sich die Ladebuchse des Stromers, der nun auch mit einer größeren Batterie zu haben ist. In diesen Tagen surren die ersten überarbeiteten Zoes zu den Händlern, ab Oktober kann man sie dann auch vom Hof fahren, zu Preisen ab 21900 Euro.

Das vormals eher piefige Interieur hat sich schwer gemausert.

Bei diesem Einstiegspreis kann es aber nicht bleiben, denn darin ist die fürs Fahren zwingend notwendige Batterie noch nicht enthalten. 8090 Euro kostet der Akkupack extra, wobei sich rund 85 Prozent der Zoe-Kunden lieber für eine Batterie-Miete entscheiden, die ab 74 Euro pro Monat zu Buche schlägt.

Zwei Batteriegrößen

Nun stehen zwei E-Motoren (108 und 135 PS) und zwei Batteriegrößen (41 und 52 KWh) zur Wahl. Damit kommt man rund 300 Kilometer, beziehungsweise 395 Kilometer weit. Aber, das ist bei Elektromobilität nicht anders als bei Benziner und Diesel, hängt alles mit der eigenen Körperbeherrschung, hier in erster Linie mit dem rechten Fuß, zusammen.

Und da sind wir auch schon bei einer Besonderheit beim Stromern, dem Ein-Pedal-Fahren. Wer sich umsichtig und vorausschauend im Straßenverkehr bewegen kann und möchte, fährt hier im neuen B-Modus. Dabei wird beim Reduzieren der Geschwindigkeit besonders viel rekuperiert, also beim Bremsen Strom eingesammelt.

Unter einem Zwischenboden im Kofferraum ist Platz unter anderem für das Ladekabel.

Das Rekuperieren funktioniert allerdings auch ohne zu bremsen. Wie? Beim Rekuperieren dient der Elektromotor auch als Generator. Und der speist Energie in die Batterie, um die Reichweite zu verlängern. Man nimmt also dafür im B-Modus einfach vorsichtig und sensibel, damit es nicht zu stark ruckelt, den Fuß vom Gaspedal, somit wird stärker abgebremst und gleichzeitig auch rekuperiert – und das bis zum Stillstand. So kann man kilometerweit fahren, ohne nut einmal das Bremspedal nutzen zu müssen.

Recycelter Innenraum

Kommen wir zum Innenraum, der im Vergleich zum Vorgänger deutlich hochwertiger wirkt. Ins Auge fallen stoffbespannte Flächen, die lobenswerterweise aus recycelten Plastikflaschen und geschredderten Sicherheitsgurten gefertigt wurden. Weniger gelungen sind die Sitze, die den Seitenhalt vermissen lassen. Immerhin: Alle fünf Sitzplätze des Fünftürers bieten ausreichend Platz, vor allem die Kopffreiheit wurde großzügig bemessen. In den Kofferraum passen mindestens 338 Liter, mit dem Umlegen der Rücksitzbank werden schnell 1225 Liter daraus.

Fazit: Französischer Fahrspaß mit Batterie, auch ohne große Reichweitenangst. Geht doch!


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