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Lifting VW Passat: Der Multimillionär

Von Wolfgang Wieland

Volkswagen bringt den Passat auf neuesten Stand. Foto: VWVolkswagen bringt den Passat auf neuesten Stand. Foto: VW

Frankfurt. Vier tragende Säulen sorgen bei Volkswagen in Wolfsburg für die ganz großen Umsätze. Sie heißen Golf, Polo, Tiguan und Passat. In den letzten 46 Jahren wurden über 30 Millionen Passat verkauft und somit ist der Bestseller die weltweite Nummer 1 bei Mittelklasse- und Geschäftswagen.

Ab sofort können die neuen Passat-Modelle online oder beim Händler konfiguriert werden, im September werden dann die ersten Exemplare ausgeliefert, zu Preisen ab 34.720 Euro. Für diese Einstiegssumme gibt es überschaubare 120-Diesel-PS und das jetzt für alle Passat serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Das ist für Familien und Geschäftsreisende Vernunft pur, zumal der durchschnittliche Verbrauch bei knapp über vier Litern Diesel auf 100 Kilometer liegt. 

Limitierte Sondermodelle

Am anderen Ende der Fahnenstange steht ab 62.830 Euro die Passat R-Line Edition. Die sportlichen Sondermodelle sind streng limitiert, auf insgesamt 2.000 Exemplare. Optisch gibt es wenig Wahlmöglichkeiten, der neue Farbton namens Mondsteingrau ist gesetzt, auch die zahlreichen schwarzen Details, wie die Umrandung der Seitenscheiben, der Heckdiffusor, die Einfassung der Scheinwerfer und sämtliche Zierleisten. Ebenso sind das Dach, der Dachkantenspoiler, die Dachreling und die Außenspiegelkappen schwarz. Da wundert es nicht, dass die LED-Rückleuchten sehr dunkel sind und die 19-Zoll-Leichtmetallräder ebenfalls schwarz, hochglanzschwarz erleuchten. Auch im Innenraum dominiert die Farbe schwarz, wie beim duftenden Nappa-Leder auf den Sitzmittelbahnen und dem Carbon-Leder auf den Seitenwangen. Hell, weil aus gebürstetem Edelstahl gefertigt, ist die Pedalerie und mit der mannigfaltig einstellbaren Ambiente-Beleuchtung kommt doch noch etwas Farbe ins Spiel.

Bei der Motorisierung wiederum kann man wählen. Zwischen den beiden Topmotorisierungen, dem Benziner mit 272 PS und 240 PS beim Diesel. Der Allradantrieb namens 4Motion ist immer mit an Bord und erstmals auch der neue „Travel Assist“, der teilautomatisiertes Fahren bis zu 210 km/h möglich macht. Aber wollen wir das überhaupt?

So viel Fahrspaß wie nie

Dann möchte man doch lieber mit dem einst biederen Vertretermobil auf die Rennstrecke. Ebenfalls als Passat-Premiere lässt sich nämlich in einem versteckten Menüpunkt der Assistenzeinstellungen das Stabilisierungsprogramm ESC komplett deaktivieren. Nun wird manuell mit den Paddeln am Lenkrad geschaltet und der 1,7-Tonner mit viel Schwung in der langgezogenen Kurve zum Drift genötigt. So viel Fahrspaß gab es mit einem Passat noch nie, sollte aber bitte auch nicht im öffentlichen Straßenverkehr versucht werden, da ansonsten die uniformierte Rennleitung nicht nur Strafsekunden in der Box verteilt.


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